Philosophin Anna Goppel hält uns den Spiegel vor das Gesicht: «Jeder von uns trägt Verantwortung» an der Flüchtlingskatastrophe.
Wegen dem Flüchtlingsdrama vom Wochenende mit rund 1000 Toten wurde kurzfristig ein Krisentreffen der Aussen- und Innenminister der EU-Mitgliedstaaten in Luxemburg einberufen. Es herrschte Einigkeit, dass etwas passieren muss.
Ein Priester aus Eritrea rüttelt in Italien über das Schicksal seiner übers Meer flüchtenden Landsleute auf. Don Mussie Zerai kämpft mit seiner Vereinigung «Habeshia» gegen die Gleichgültigkeit gegenüber der Flüchtlingstragödie im Mittelmeer, wie die Stiftung «Pro Oriente» berichtet. Mussie sorgt auch in der Schweiz für seine Landsleute.
Nicht nur militärische Institutionen sollen sich mit der Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer befassen, finden Italiens Bischöfe. Vielmehr braucht es jetzt eine europäische Rettungsaktion. Zudem sollten die EU-Staaten Asylanträge schneller bearbeitet, fordern die Bischöfe.
Das Drama auf dem Flüchtlingsboot sei in den Medien vorschnell als «Religionskrieg» dargestellt worden, kritisieren die italienischen Bischöfe. Sie mahnen zu grösserer Differenziertheit.
Papst Franziskus hatte Kurienkardinal Fernando Filoni über die Karwoche in den Irak gesandt. Zum Zeichen der Solidarität mit den geflohenen Christen, die dort unter schwierigen Bedingungen leben. Nach seiner Rundreise zeigt sich Filoni beeindruckt von der Hilfsbereitschaft.
Kurienkardinal Fernando Filoni hat im Nordirak Flüchtlingslager nahe der von der Terrormiliz «Islamischer Staat» kontrollierten Zone besucht. Die Ostertage wird er mit geflohenen Christen verbringen.
Nigeria hat gewählt. Der Generalvikar des Bistums Enugu, Obiora Ike, hofft, dass der neue Präsident die christlichen Werte Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte respektieren wird. Im Wahlkampf spielte die Religion eine Rolle. «Das ist nicht gut, denn die Diskussionen könnten das Land spalten», warnt Ike, der auf Einladung von Kirche in Not in der Schweiz weilte.
Die Besetzer der reformierten Kirche Saint-Laurant in Lausanne haben die Waadtländer Kirchen auf dem falschen Fuss erwischt. Von beiden Seiten wird eine mangelnde Zusammenarbeit beklagt. Der «Gewaltakt» habe die Kirchen vor vollendete Tatsachen gestellt, jedes Gespräch sei unmöglich, erklärt ein Kirchensprecher.
Eine Gruppe abgewiesener Asylbewerber sucht Zuflucht in einer reformierten Kirchen in Lausanne. Die fünf Männer und eine Frau mussten sich seit Monaten verstecken, um der Ausschaffung zu entgehen.
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