Der Christkönigs-Sonntag kurz vor dem Advent vermittelt benachteiligten Menschen Hoffnung. Stephan Schmid-Keiser beschäftigt sich mit der Stimmungslage am Ursprung des Festtages im Heiligen Jahr 1925 – und zieht dafür Schilderungen von Franz Kafka herbei.
Der Tod werde in unserer Gesellschaft verdrängt, heisst es allenthalben. Das stimmt und stimmt auch wieder nicht.
Religion verliert an Relevanz und an ihrer politischen Kraft, sagt der Theologe und Religionsforscher Paul M. Zulehner. Dabei sollten Kirchen «Sparringspartnerinnen für Sinnsuchende und Hoffnungshebammen» sein. Und: Theologie hat eine gesellschaftliche Verantwortung.
Manuela Nef, Katechetin in Ausbildung, hat einen Kirchenführer für Kinder geschrieben. Damit sollen auch Eltern motiviert werden, mehr über die Kirche im Dorf zu erfahren.
Die Benediktinerin Philippa Rath hat ein Buch über die Hoffnung geschrieben. Sie glaubt daran, dass es in Zukunft Frauen in Weiheämtern geben wird, sonst «wäre mein ganzes Engagement sinnlos». Und: Klöster sind für sie «Talentschuppen».
Sandy Jud ist nicht katholisch. Dennoch hat sie ein Kinderbuch über die sieben Sakramente geschrieben. Für sie stand fest: Wenn sie ein katholisches Buch schreibt, dann über die «Grundsteine», die den katholischen Glauben ausmachen. Für das Buchcover gab es aber auch Kritik.
Das Einkaufszentrum Rosenberg ist das grösste in Winterthur. Die Pfarrei St. Ulrich gleich nebenan dagegen eher klein. Trotzdem beweist sie Mut. Im ihrem Schaukasten hängt seit geraumer Zeit ein Statement gegen den Missbrauch in der katholischen Kirche. Es wird von der Kirchenleitung erst abgenommen, wenn konsequente Taten folgen.
Der Astronom Heino Falcke forscht nicht nur zum Weltall. Er macht sich als Christ und Laienprediger auch grundsätzliche Gedanken, wie: «Wissenschaft ist für mich als Christ, einen Teil der guten Schöpfung Gottes zu verstehen.» Falcke kritisiert die Weltraum-Vermarktung der Superreichen und fordert Regulierung.
Der Theologe Claude Bachmann ist im Juni als ehrenamtlicher Festivalseelsorger unterwegs. Für den Februar organisiert er – gemeinsam mit Julia Hahn – eine Fachtagung zu dieser Spezialseelsorge. «Ich hoffe, dass die Festivalseelsorge eines Tages als seelsorgerlicher Dienst angesehen wird», sagt Bachmann.
Der Theologe und Buchautor Stephan Sigg kann sich kaum noch an seine Firmung erinnern. Seine Firmvorbereitung war zudem wenig lebensnah. Eine Jugendgruppe hatte aber grossen Einfluss auf sein späteres Engagement in der Kirche.