Die Antrittsenzyklika Leos XIV. war schon lange angekündigt und weckte viele Erwartungen. Nach den ersten Kommentaren lässt sich sagen, dass «Magnifica humanitas» eine wichtige Markierung in der kirchlichen Soziallehre darstellt. Inhaltlich steht diese Enzyklika in grosser Kontinuität mit den Texten früherer Päpste. Sie enthält aber auch Neues, das in dieser Klarheit im kirchlichen Lehramt bisher noch nicht gesagt wurde.
Am 1. Juli will die traditionalistische Piusbruderschaft neue Bischöfe weihen – erneut ohne Zustimmung Roms. Laut ihrem Generaloberen handelt es sich um die «Operation Überleben». Die Bruderschaft scheint nicht aus ihrer schismatischen Sackgasse herauskommen zu wollen. Eine Analyse.
Der Philosoph Friedrich Nietzsche war es, der die These verbreitet hat, Paulus, nicht Jesus habe das Christentum gegründet. Paulus ist nach ihm der Bösewicht, der die Lehre Jesu verfälscht habe, indem er Jesu Tod als Sühne für die Sünden des Menschen darstellte. An dieser Behauptung stimmt, dass es wesentlich Paulus war, der den Tod am Kreuz als Opfer verstand. Und doch ist die These falsch.
Alle Feiern zum 1700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nizäa dürfen nicht vergessen machen: Diese Kirchenversammlung schuf mindestens so viele Probleme, wie sie löste. Offen geblieben ist etwa die Frage: Wie gehen wir mit Andersdenkenden um?
Deko-Engel, Grableuchte oder Kreuz sind gestohlen oder zerstört. Wie kürzlich im Wallis, aber auch in Deutschland geschehen. Bei solchen Vorfällen geht es meist weniger um materielle Werte. Für Hinterbliebene ist ein solcher Vorfall auf dem Friedhof wie ein Einbruch in das eigene Herz.
Der neue Papst Leo XIV. wird wie Franziskus auf die «Freude der Evangelisierung» setzen. Nicht als «Halleluja-Christentum», sondern als messianisch-prophetisches Christentum. «Wir haben ein jesuanisches Papsttum vor uns, ‹mystisch-politisch›, nicht doktrinär, prophetisch, aber gleichzeitig von der pastoralen ‹Klugheit› geprägt», schreibt der Freiburger Kirchenhistoriker Mariano Delgado.
Die Regeln, nach denen ein Papst gewählt wird, gehen zurück bis ins Mittelalter. Damals wurden die Kardinäle zum ersten Mal eingeschlossen. Nicht primär, um sie von Beeinflussung abzuschirmen, sondern um sie unter Druck zu setzen, innert nützlicher Frist eine Wahl zu tätigen. Der Kirchenhistoriker Alberto Melloni, der in diesen Tagen ein Buch zum Thema veröffentlicht, stellt ein These zum Konklave auf.
Papst Franziskus hinterlasse die Kirche als «riesige Baustelle», sagte der Altabt von Einsiedeln Martin Werlen in einem Interview mit kath.ch. Grossbaustellen gliedern sich in Abschnitte, um Orientierung zu ermöglichen. Welches sind die Baustellenabschnitte, die der neue Pontifex antrifft? Eine Übersicht.
Der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain erwägt, einen oder mehrere Weihbischöfe einzusetzen. Zurzeit gibt es keinen, das war aber nicht immer so. Weihbischöfe entfalten eine eigene Dynamik, können zur Konkurrenz für den Ortsbischof werden oder eine verfahrene Situation entspannen. Paul Vollmar, Peter Henrici und Marian Eleganti sind drei Beispiele, die das veranschaulichen.
Papst Franziskus, der am Ostermontag verstorben ist und am Samstag begraben wurde, widmete sich verschiedenen Themen, unter anderem auch der Liturgie. Eine tiefgehende Analyse all seiner Worte, Taten und Dokumente zur Liturgie ist bereichernd.