Blumen für die Ertrunkenen, mahnende Worte an Europa: Papst Leo XIV. setzt auf Lampedusa Zeichen für eine menschenwürdige Migrationspolitik. Zum bewegendsten Moment wir die Begegnung mit einem Flüchtlingsjungen.
Namen statt Zahlen: Am Wochenende werden in St.Gallen während 24 Stunden die Namen von Menschen verlesen, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Die interreligiöse Aktion «Beim Namen nennen» macht die oft unsichtbaren Schicksale hinter den Statistiken sichtbar.
Zu Beginn ihrer Ordentlichen Versammlung in Einsiedeln hat die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) gemeinsam mit der Schwyzer Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher das kantonale Durchgangszentrum Nuolen besucht. Ein Besuch mit Symbolcharakter.
Europa habe eine «Sündenbock»-Mentalität, wenn es um Asylsuchende geht, sagt Peter G. Kirchschläger. Seine neuste Studie zeigt: Es gibt genügend Platz und Ressourcen, um Menschen aufzunehmen – pro Gemeinde nur zwölf Geflüchtete. Der Luzerner Ethikprofessor übt scharfe Kritik an Politik und Medien.
Women’s Hope International schlägt Alarm: Die Kürzungen des Bundes in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bedroht die medizinische Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen weltweit – mit tödlichen Folgen. Mit einem Appell will die Berner NGO ein Zeichen setzen.
Auf dem St. Galler Friedhof Feldli errichten Engagierte verschiedener Glaubensgemeinschaften am 11. Juni ein Mahnmal für die vielen Menschen, die auf der Flucht nach Europa umkamen. Treibende Kraft dahinter ist der katholische Seelsorger Chika Uzor, der bei der Aktion «Beim Namen nennen» aktiv ist. Er hat als Kind in Nigeria Flucht erlebt.
Die katholische Theologin Nicola Neider engagiert sich seit Jahren für Geflüchtete in der Schweiz. Letzten Freitag ist sie von einer Reise in den Balkan zurückgekehrt. Sie erfuhr im Gespräch von namenlosen Verstorbenen, Rückweisungen an der Grenze und traf Ausgewiesene aus der Schweiz.
Die Luzerner katholische Theologin Nicola Neider engagiert sich seit Jahren für Geflüchtete in der Schweiz. Nun reist sie mit weiteren Seelsorgenden in den Balkan, um vor Ort zu sehen, wie es geflüchteten Menschen nach ihrer Ausschaffung aus der Schweiz geht.
Die Dachorganisation der katholischen Kantonalkirchen hat begonnen, die Seelsorge in den Bundesasylzentren zu finanzieren. Ihren Beitrag erhöht sie bis in drei Jahren auf 600’000 Franken pro Jahr. RKZ-Generalsekretär Urs Brosi erklärt, weshalb. Und ob dies etwas mit den angekündigten Sparmassnahmen zu tun hat.
Flucht und Vertreibung reissen Menschen aus ihrem Leben. Wer in der Schweiz Schutz sucht, bringt Hoffnung mit: auf ein sicheres Zuhause, auf eine Zukunft in Würde, auf eine Gesellschaft, in die man sich einbringen kann. Am morgigen Flüchtlingssonntag wird Flüchtlingen gedacht. Nicola Neider, Leiterin der Fachstelle für Migration und Integration der Katholischen Kirche Stadt Luzern, schildert im Interview, wie es um Flüchtlinge hierzulande bestellt ist.
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