Rückblick auf 2016

Viele Farben hatte das Jahr 2016. Manche waren dunkel, manche hellstrahlend. Wir haben hier ein paar Farbkleckse aus dem Jahr 2016 nochmals neu aufgemischt. Auch um das Schlechte zu vergessen und sich an das Gute zu erinnern. Denn so schlimm, wie oft geschrieben, war das Jahr 2016 nicht!

500 Jahre Reformation

«Die Trennung der Kirchen durch die Reformation ist vielleicht noch nicht das letzte Wort.» Das sagt Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen evangelischen Kirchenbundes, gegenüber kath.ch. Ist die Trennung bald passé? Was gestern am Jubiläumsauftakt der 500-Jahre-Reformationsfeier sonst noch geschah, sehen Sie im Video.

Frau Straub sucht die Weihe

Bekannt ist Jacqueline Straub, weil sie katholische Priesterin werden will. Sie machte ihre Berufung zu diesem Beruf, der in der katholischen Kirche Männern vorbehalten ist, öffentlich. Das tut sie im Fernsehen, auf Konferenzen und ein Buch über ihren Berufswunsch hat sie auch geschrieben. – Was hält Joël Daniel Eschmann von diesem Vorhaben? Eschmann ist ein junger Theologe, der auf dem Weg dazu ist, katholischer Priester zu werden. Er kann diesen Weg gehen. Jacqueline Straub nicht.

Geburtstags-Messe von Papst Franziskus erleben

Am Samstag, 17. Dezember, feierte Papst Franziskus seinen achtzigsten Geburtstag mit einem Gottesdienst. Radio und Fernsehen Vatikan geben in diesem Video Einblick in das besondere Ereignis; mit einem Kommentar des Schweizer Journalisten Mario Galgano.

Die Würde des Kindes muss respektiert werden

In seinen monatlich erscheinenden Gebetsmeinungen fordert Papst Franziskus dazu auf, aktiv an den Herausforderungen der Menschheit mitzuwirken. In seinem Beitrag für Dezember bittet der Papst, dass Menschen alles in ihrer Macht Stehende tun, damit die Würde der Kinder respektiert wird. – kath.ch empfiehlt seinen Besuchern diese Gebetsmeinung zum Advent.

Alterssuizid

In der Schweiz sind 100'000 Menschen Mitglied in einer Sterbehilfeorganisation. Für die katholische Kirche ist der Freitod nach wie vor ein «sittenwidriger Akt». Jetzt kommt der erfolgreichste Schweizer Filmregisseur, Rolf Lyssy (80) (die Schweizermacher, 1978) und macht über den Alterssuizid eine Film-Komödie. Monica Gubser (85), bekannt aus «Die Herbstzeitlosen» und dem Heidi-Remake von 2015, spielt darin die Hauptrolle. Wie steht die katholische Kirche denn nun wirklich zum Freitod? Wolfgang Bürgstein, der Generalsekretär von Justitia et Pax, klärt auf. Wir waren beim Besuch der Dreharbeiten überrascht, wie pfiffig Frau Gubser und Herr Lyssy heute noch sind und wie sie mit dem Thema Alterssuizid umgehen!

Der fotografierte Tod

Der preisgekrönte deutsche Fotograf Walter Schels fotografierte Menschen kurz vor und kurz nach ihrem Tod. Die Spiegel-Journalistin Beate Lakotta verfasste Texte zu diesen Bildern, die zur Zeit in einer Ausstellung in Zürich zu sehen sind. Beim Rundgang mit Tatjana Disteli, einer erfahrenen Spitalseelsorgerin, erzählen die beiden, was sie während ihrer Arbeit erlebt haben. Der Facharzt für Geriatrie und Palliative Care, Roland Kunz, sagt, wie Mensch und Medizin zum Tod stehen. Und ob es ethisch vertretbar ist, Menschen in dieser Situation zu fotografieren. Die Ausstellung Noch mal Leben vor dem Tod ist bis 18. November in der «Limmat Hall» in Zürich zu sehen.

«Dargebotene Hand»

Am 14. März führte die Dargebotene Hand am Zürcher Hauptbahnhof den Tag des Zuhörens durch. Unterstützt wurde die Organisation dabei von der bekannten Schweizer Film- und Theaterschauspielerin Mona Petri. Ihre Schirmherrschaft ist ausgesprochen wertvoll, denn sie gibt der Nummer 143 ein Gesicht. So hilft sie nicht nur der Organisation, sondern auch den Mitarbeitern. Einer davon ist Robert: Er lässt sich über die Schultern schauen und erzählt, was ihn motiviert, bei der Nummer 143 zu arbeiten. Der Stellenleiter von Zürich, Tony Stieger, erklärt, wer hinter der Dargeboten Hand steht. Das Video von kath.ch bietet einen Blick hinter die Kulissen.

«Die letzte Therapie» des Churer Bischofssprechers

Giuseppe Gracia lebt in unterschiedlichen Welten. Er ist Buch- und Theaterautor, Vater von zwei Kindern, bloggt auf kath.ch und ist Medienbeauftragter des nicht ganz unumstrittenen Churer Bischofs Vitus Huonder. Wie passt dass alles zusammen? Wir haben bei der Lesung seines Stückes «Die letzte Therapie» zugeschaut. So ungewöhnlich sein unveröffentlichtes Theaterstück ist, so aussergewöhnlich sind seine Antworten.

Ein säkularer Tatort?

Beim Schweizer «Tatort ‹Freitod›» (am 18.09.2016 um 20:05 bei SRF1 und um 20:15 bei ARD in der deutsch synchronisierten Version) geht es um freiwilliges und unfreiwilliges Sterben. Sabine Boss inszenierte diesen Tatort. Sie lässt das Kommissaren-Duo Liz Ritschard (gespielt von Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) in einem heiklen Milieu ermitteln. Denn die Spuren beim Mord an einer Sterbebegleiterin führen nicht nur zu den Gegnern, sondern auch zu Befürwortern der Sterbehilfe und des Sterbetourismus. Die Gegner in diesem Tatort, Fall 993, werden als fundamentalistisch dargestellt. Werden dadurch religiöse Gefühle verletzt? Der erfahrene Schauspieler Stefan Gubser und die Regisseurin Sabine Boss (2014, Schweizer Filmpreis für «Der Goalie bin ig») geben in diesem Video Auskunft darüber.

Katholisches Medienzentrum