Asyl im Clubhuus

Das «Clubhuus» in Erstfeld (UR), geleitet vom Generalvikar Martin Kopp, ist in der Regel Anlaufstelle für Schweizer Jugendliche mit Problemen. Das Rote Kreuz in Altdorf hörte vom «Clubhuus» und fragte Martin Kopp, ob er auch minderjährige Asylsuchende bei sich aufnehmen würde. Da im «Clubhuus» Platz vorhanden war, sagte Martin Kopp nicht nein. Er nahm vier muslimische Jugendliche bei sich auf, drei davon aus Afghanistan, einer aus Somalia (Stand Dez. 2016). Was für Menschen hat er sich da in sein christlich geprägtes Haus geholt?

Erste katholische Armee-Seelsorgerin

Ende November 2016 fand in Thun die Ernennungsfeier der neuen Armeeseelsorger statt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Schweizerarmee, hat die römisch-katholische Kirche eine Anwärterin für den Posten der Seelsorge. Wer ist sie? Woher kommt sie? Was ist ihr als Seelsorgerin wichtig? Ist dieses Umfeld, das hauptsächlich von Männern dominiert wird, für eine Seelsorgerin nicht äusserst problematisch? Kann sie da etwas bewegen? Was für einen Stellenwert haben eigentlich Frauen in der Schweizer-Armee? Und wie steht es mit der Feindesliebe? Ist Religion in der Armee nicht ein krasser Widerspruch?

Der heilige Meinrad

2017 gedenkt das Kloster Einsiedeln des Wiederaufbaus der Gnadenkapelle vor 200 Jahren. Den Beginn der Feierlichkeiten bildet die Huldigung an den ermordeten Benediktiner Mönch und Gründer des Klosters Einsiedeln, den Heiligen Meinrad. Wer ist dieser Meinrad, dessen Reliquie zur Gnadenkapelle getragen wird? Und was haben Raben mit Meinrad und dem Kloster Einsiedeln zu tun? Pater Philipp Steiner, mitverantwortlich für die Wallfahrts-Organisation, gibt Einblicke in kaum bekannte geschichtliche Hintergründe.

Rückblick auf 2016

Viele Farben hatte das Jahr 2016. Manche waren dunkel, manche hellstrahlend. Wir haben hier ein paar Farbkleckse aus dem Jahr 2016 nochmals neu aufgemischt. Auch um das Schlechte zu vergessen und sich an das Gute zu erinnern. Denn so schlimm, wie oft geschrieben, war das Jahr 2016 nicht!

500 Jahre Reformation

«Die Trennung der Kirchen durch die Reformation ist vielleicht noch nicht das letzte Wort.» Das sagt Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen evangelischen Kirchenbundes, gegenüber kath.ch. Ist die Trennung bald passé? Was gestern am Jubiläumsauftakt der 500-Jahre-Reformationsfeier sonst noch geschah, sehen Sie im Video.

Frau Straub sucht die Weihe

Bekannt ist Jacqueline Straub, weil sie katholische Priesterin werden will. Sie machte ihre Berufung zu diesem Beruf, der in der katholischen Kirche Männern vorbehalten ist, öffentlich. Das tut sie im Fernsehen, auf Konferenzen und ein Buch über ihren Berufswunsch hat sie auch geschrieben. – Was hält Joël Daniel Eschmann von diesem Vorhaben? Eschmann ist ein junger Theologe, der auf dem Weg dazu ist, katholischer Priester zu werden. Er kann diesen Weg gehen. Jacqueline Straub nicht.

Geburtstags-Messe von Papst Franziskus erleben

Am Samstag, 17. Dezember, feierte Papst Franziskus seinen achtzigsten Geburtstag mit einem Gottesdienst. Radio und Fernsehen Vatikan geben in diesem Video Einblick in das besondere Ereignis; mit einem Kommentar des Schweizer Journalisten Mario Galgano.

Die Würde des Kindes muss respektiert werden

In seinen monatlich erscheinenden Gebetsmeinungen fordert Papst Franziskus dazu auf, aktiv an den Herausforderungen der Menschheit mitzuwirken. In seinem Beitrag für Dezember bittet der Papst, dass Menschen alles in ihrer Macht Stehende tun, damit die Würde der Kinder respektiert wird. – kath.ch empfiehlt seinen Besuchern diese Gebetsmeinung zum Advent.

Alterssuizid

In der Schweiz sind 100'000 Menschen Mitglied in einer Sterbehilfeorganisation. Für die katholische Kirche ist der Freitod nach wie vor ein «sittenwidriger Akt». Jetzt kommt der erfolgreichste Schweizer Filmregisseur, Rolf Lyssy (80) (die Schweizermacher, 1978) und macht über den Alterssuizid eine Film-Komödie. Monica Gubser (85), bekannt aus «Die Herbstzeitlosen» und dem Heidi-Remake von 2015, spielt darin die Hauptrolle. Wie steht die katholische Kirche denn nun wirklich zum Freitod? Wolfgang Bürgstein, der Generalsekretär von Justitia et Pax, klärt auf. Wir waren beim Besuch der Dreharbeiten überrascht, wie pfiffig Frau Gubser und Herr Lyssy heute noch sind und wie sie mit dem Thema Alterssuizid umgehen!

Der fotografierte Tod

Der preisgekrönte deutsche Fotograf Walter Schels fotografierte Menschen kurz vor und kurz nach ihrem Tod. Die Spiegel-Journalistin Beate Lakotta verfasste Texte zu diesen Bildern, die zur Zeit in einer Ausstellung in Zürich zu sehen sind. Beim Rundgang mit Tatjana Disteli, einer erfahrenen Spitalseelsorgerin, erzählen die beiden, was sie während ihrer Arbeit erlebt haben. Der Facharzt für Geriatrie und Palliative Care, Roland Kunz, sagt, wie Mensch und Medizin zum Tod stehen. Und ob es ethisch vertretbar ist, Menschen in dieser Situation zu fotografieren. Die Ausstellung Noch mal Leben vor dem Tod ist bis 18. November in der «Limmat Hall» in Zürich zu sehen.

Katholisches Medienzentrum