Die illegalen Bischofsweihen und die Exkommunikation der Piusbrüder sorgen für Aufruhr weltweit. Theologin Ann-Katrin Gässlein postuliert in einem Gastkommentar, dass nicht der alte Ritus und die lateinische Sprache der eigentliche Stein des Anstosses sind. Der Streit berühre das Verständnis kirchlicher Autorität.
Weihbischof Josef Stübi und Bernd Nilles von Fastenaktion kritisieren die jüngsten Kürzungen des Bundesrats bei der Entwicklungszusammenarbeit. Das schwäche die Ärmsten der Welt und die längerfristige Vorsorge.
Bei der Verleihung des Ehrendoktorats an den messianisch-jüdischen Theologen Mark S. Kinzer geht es nicht darum, den jüdisch-christlichen Dialog durch einen Dialog mit dem messianischen Judentum zu ersetzen. Mit der Auszeichnung wird sein wissenschaftliches Werk gewürdigt – und nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen Gemeinschaft.
Der messianisch-jüdische Theologe Mark S. Kinzer erhält im November die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Freiburg. Die Ankündigung irritiert viele. Es ist eine Pflicht, auf die kritischen jüdischen Stimmen zu hören. Denn Dialog ist kein einfaches Konsensgeschäft.
Der Vatikan hat jüngst bekräftigt, dass nicht ordinierte Theologinnen und Theologen in der Messe keine Predigt halten dürfen. Diese sei den geweihten Priestern und Diakonen vorbehalten. Diese Abgrenzung missachte die Rolle aller an der Messe Beteiligten, sagt der Luzerner Theologe Stefan Schmid-Keiser.
Schon länger wusste man, dass sich Papst Leo mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Und mit seinem Namen erinnert er bewusst an Leo XIII., den «Begründer» der Katholischen Soziallehre. Seine erste Enzyklika löst beides ein – und bringt neue Akzente.
Städte dürfen Mindestlöhne festlegen: Das hat das Bundesgericht jüngst entschieden. Die Gewerkschaften und Linken sehen sich bestätigt. Andere Institutionen können das Urteil nicht nachvollziehen, weil sie unter anderem die Sozialpartnerschaft gefährdet sehen. Die Caritas Schweiz trägt den Bundesgerichtsentscheid voll mit – aus humanitären Gründen, wie sie hier in einem Gastkommentar formuliert.
In seiner ersten Enzyklika beschäftigt sich Papst Leo XIV. mit den neuesten Errungenschaften der Computertechnik. Bei der Künstlichen Intelligenz fordert er neue Regulierungsinstrumente, um die Gefahren in den Griff zu bekommen. Damit greift er einen Vorschlag auf, der vor Jahren am Institut für Sozialethik der Theologischen Fakultät der Universität Luzern ausgearbeitet worden ist.
In Zeiten, da die Welt aus den Fugen gerät, schreiben kleine Menschen grosse Geschichten. Und dies nicht nur zur Fasnachts-Zeit.
Die Säkularisierungstheorie besagt, dass Religion in der modernen Welt mit innerer Notwendigkeit schwindet. In den Sozialwissenschaften war diese Theorie bis in die 1980er Jahre Standard. Jörg Stolz hat sich ihrer in einem Interview kürzlich bedient, um die leeren Kirchen zu erklären. Heute gibt es jedoch starke Einwände gegen diesen Ansatz.