Waldbrände verwüsten derzeit weite Teile Südeuropas. Was nützt da noch ein Gebet? Wer darauf eine ehrliche Antwort sucht, muss zuerst anerkennen: Diese Katastrophe ist zu grossen Teilen menschengemacht. Gerade deshalb hat Beten einen Platz – allerdings einen anderen, als viele vermuten.
Die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP wurde vom Stimmvolk verworfen. Dass aber doch immerhin 45 Prozent der Stimmberechtigten dieses Anliegen unterstützten, ist ein Hinweis darauf, dass ungebremstes Wirtschaftswachstum in der Schweiz zunehmend Unwohlsein auslöst.
Papst Leo XIV. befasst sich in seinem ersten Lehrschreiben mit künstlicher Intelligenz. Mutig wagt er sich vor auf ein Themengebiet, auf dem milliardenschwere Technokraten den Ton angeben. Das Kirchenoberhaupt verschafft sich Respekt nicht nur als moralische Instanz, sondern auch durch sein technologisches Fachwissen. Er ist kein Maschinenstürmer, fordert aber schon einen «nüchternen und wachsamen Umgang» mit Technik.
Mit der sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative möchte die Schweizer Volkspartei die Wohnbevölkerung der Schweiz auf zehn Millionen begrenzen. Dazu müssten unter Umständen internationale Verträge, insbesondere die zwischen der Schweiz und der EU geltende Personenfreizügigkeit, beendet werden. Das würde den Wohlstand der Schweiz gefährden.
Noch nie war der Final des European Song Contest so spannend wie in diesem Jahr. Mehrere qualitativ hochstehende Beiträge buhlen um die Gunst des Publikums und der Jury. Diese Veranstaltung, erfunden für den kulturellen Austausch zwischen Nationen, wird nun allerdings von Pro-Palästina-Propagandisten dazu missbraucht, Hass und Zwietracht zu verbreiten.
Priesteramtskandidaten und angehende Seelsorgende müssen sich in der Schweiz umfassenden psychologischen Tests unterunterziehen. Doch wie ist mit den Test-Resultaten umzugehen? Wer darf sich die Assessment-Berichte ansehen?
Frauen verlassen die Kirche. Und zwar weltweit zunehmend. Das zeigt eine neue Studie des Vatikans zur sogenannten «Frauenfrage». Ihr Befund ist deutlich: Viele Frauen fühlen sich in der katholischen Kirche nicht mehr zuhause. Wenn die Kirche jetzt nicht handelt, könnte es bald zu spät sein. Ein Kommentar.
Die Juristin Sanija Ameti muss sich am Mittwoch vor dem Zürcher Bezirksgericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, gegen einen Artikel des schweizerischen Strafgesetzbuches, der die Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit unter Strafe stellt, verstossen zu haben. Die meisten Christinnen und Christen der Schweiz haben der Politikerin vergeben. Warum braucht es dann überhaupt noch einen Prozess?
Ist die Ehelosigkeit schuld, dass Priester und Ordensleute zu Missbrauchstätern werden? Diese Frage haben österreichische Medien jüngst aufgeworfen. Doch Vorurteile, die eine Prüfung dieser Frage erschweren, gibt es nicht nur in kirchlichen Denktraditionen.
Die Kirche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Um die Arbeiten zu koordinieren, braucht es eine katholische Publizistik dringender denn je. Aber auch die säkularisierte Gesellschaft könnte profitieren von einer Publizistik, die die ethischen Grundlagen des säkularen Staates stärkt. Doch die katholische Publizistik leidet unter ihrer Zersplitterung. Es gibt viele Kerzenlichter, aber keine Leuchttürme. Um diese Publizistik zu revitalisieren, braucht es nicht Besserwisser, sondern besonnene Berichterstatter.