Nur halbe Schritte erwartet der Geschäftsleiter von Alliance Sud, Peter Niggli, vom aktuellen EU-Gipfel zu Flüchtlingstragödien im Mittelmeer. Der Kontinent zeige sich betroffen. Gleichzeitig habe er aber «Angst, dass, wenn die Boote nicht mehr untergehen, zu viele Flüchtlinge den Weg nach Europa suchen». Caritas Schweiz hat eine Petition für mehr Schweizer Hilfe lanciert.
Viele Kurden, die aus der syrischen Stadt Kobane in die Türkei flohen, haben wieder Hoffnung. Auf eine Rückkehr in ihre Heimat. Die Schweizer Journalistin Nicole Maron hat einige kurdische Flüchtlingslager in der Türkei besucht. Am meisten beeindruckt haben sie die Kinder, erzählt sie im Interview mit kath.ch.
Der Vorsitzende der Kenianischen Bischofskonferenz, Kardinal John Njue, hat dafür plädiert, den nach Europa drängenden Afrikanern Arbeitsmöglichkeiten in ihren eigenen Ländern zu bieten. Nicht alle, die fliehen wollten, täten dies, weil sie verfolgt würden oder ihnen Gewalt drohe.
Nach dem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer gelangt das katholische Hilfswerk Caritas mit drei Forderungen an den Bundesrat: Mehr Geld, mehr Diplomatie und Asylantrag in Drittstaaten.
Philosophin Anna Goppel hält uns den Spiegel vor das Gesicht: «Jeder von uns trägt Verantwortung» an der Flüchtlingskatastrophe.
Wegen dem Flüchtlingsdrama vom Wochenende mit rund 1000 Toten wurde kurzfristig ein Krisentreffen der Aussen- und Innenminister der EU-Mitgliedstaaten in Luxemburg einberufen. Es herrschte Einigkeit, dass etwas passieren muss.
Ein Priester aus Eritrea rüttelt in Italien über das Schicksal seiner übers Meer flüchtenden Landsleute auf. Don Mussie Zerai kämpft mit seiner Vereinigung «Habeshia» gegen die Gleichgültigkeit gegenüber der Flüchtlingstragödie im Mittelmeer, wie die Stiftung «Pro Oriente» berichtet. Mussie sorgt auch in der Schweiz für seine Landsleute.
Nicht nur militärische Institutionen sollen sich mit der Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer befassen, finden Italiens Bischöfe. Vielmehr braucht es jetzt eine europäische Rettungsaktion. Zudem sollten die EU-Staaten Asylanträge schneller bearbeitet, fordern die Bischöfe.
Das Drama auf dem Flüchtlingsboot sei in den Medien vorschnell als «Religionskrieg» dargestellt worden, kritisieren die italienischen Bischöfe. Sie mahnen zu grösserer Differenziertheit.
Papst Franziskus hatte Kurienkardinal Fernando Filoni über die Karwoche in den Irak gesandt. Zum Zeichen der Solidarität mit den geflohenen Christen, die dort unter schwierigen Bedingungen leben. Nach seiner Rundreise zeigt sich Filoni beeindruckt von der Hilfsbereitschaft.
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