Italiens Bischöfe fordern EU-Rettungsaktion im Mittelmeer

Rom, 20.4.15 (kath.ch) Die Flüchtlingsstelle der italienischen Bischofskonferenz hat angesichts der Katastrophe im Kanal von Sizilien mit möglicherweise bis zu 700 Toten eine europäische Rettungsaktion im Mittelmeer gefordert.

Zugleich mahnte sie am Montag, 20. April, verkürzte Bearbeitungszeiten für Asylanträge an. Dies erleichtere eine Verteilung der Flüchtlinge auf alle 28 EU-Staaten. Nötig seien zudem internationale Anstrengungen, um Frieden und Sicherheit in den Herkunftsländern der Flüchtlinge, in Nordafrika, im Nahen Osten und am Horn von Afrika wiederherzustellen, heisst es in einer Mitteilung der Stiftung «Migrantes».

Die christliche Gemeinschaft dürfe die Pflicht zur Solidarität «nicht aus Staatsräson oder politischen Gründen» allein militärischen Institutionen überlassen, zitierte der katholische Pressedienst SIR, den Leiter von Migrantes, Giancarlo Perego. (cic)

Bootsflüchtlinge erreichen Lampedusa | © Wikimedia
20. April 2015 | 14:40
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