Samstagnachmittag am Nordflügel des Münchner Hauptbahnhofs: doch die Menschen warten, um Flüchtlinge zu begrüssen. Unter ihnen befinden sich auch Münchens Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.
Um die Tausend Personen folgten dem Facebook-Aufruf der Videokünstlerin Sonia Bischoff zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Helvetiaplatz in Zürich.
Die Kirche muss handeln und Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen. Das erklärte der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Markus Büchel, an einer Pressekonferenz im Anschluss an die ordentliche Herbstsitzung der Schweizer Bischofskonferenz.
Wiener Erzbischof Schönborn: " Kirche ist «grösster privater Quartiergeber für Flüchtlinge in Österreich» – Aufruf an Regierung: Syrischen Flüchtlingen ohne langwieriges Verfahren Asyl gewähren
Kein Flüchtling dürfe an der Grenze sterben, sagt der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Er fordert legale Wege für die Einreise nach Europa und eine Aufhebung der Unterscheidung zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen.
Papst Franziskus trauert um die 71 in Österreich umgekommenen Flüchtlinge. Die in einem Lastwagen erstickten Menschen, darunter vier Kinder, seien Opfer eines Verbrechens gegen die ganze Menschheitsfamilie.
Bischof Felix Gmür prüft derzeit, ob in seinem Bischofssitz in Solothurn Flüchtlinge aufgenommen werden könnten. Die Reaktionen von Medien auf diese Ankündigung zeigen, dass es nicht oft vorkommt, dass ein Bischof seine Tür für Flüchtlinge öffnet.
Die Kirche muss in der Flüchtlingsfrage mehr Haltung zeigen, fordert Charles Maritg, Direktor Katholisches Medienzentrum. Er unterstützt damit die Migrationscharta, die diese Woche von 100 Theologinnen und Theologen veröffentlicht wurde.
Die katholische Kirche engagiere sich auf allen Ebenen für Asylbewerber und Migranten. Dies antworten die Schweizer Bischofskonferenz und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz auf die Kritik, die diese Woche in Form einer Migratinscharta geäussert wurde.
«Als Kirche kommt man nicht darum, sich zur Migrationsfrage zu äussern», sagt Andreas Nufer gegenüber kath.ch. Der reformierte Pfarrer ist einer von über 100 Theologen, die am Mittwoch ein Manifest zur Flüchtlingsfrage lanciert haben. Darin fordern die Theologen eine neue Migrationspolitik für die Schweiz.
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