Was haben Flüchtlingskinder aus Syrien erlebt? Welche Spuren hinterlässt die Flucht bei ihnen? Im Interview mit kath.ch erzählt der Psychotherapeut Hossam Abdel-Rehim, wie Kinder lernen, ihre Traumata zu verarbeiten.
Im Vatikan lebt seit einigen Tagen eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Wie das päpstliche Almosenamt mitteilte, hat das Ehepaar mit zwei Kindern eine Wohnung nahe dem Petersdom bezogen.
Was die europäischen Bischöfe derzeit am meisten bewegt, ist die Frage der Flüchtlinge. Das sagt der St. Galler Bischof Markus Büchel im Interview mit kath.ch. Die Botschaft der Kirchen laute: «Wir müssen alle Flüchtlinge als Menschen behandeln», so der Bischof. Bis Mittwoch nahm Büchel an einem Treffen europäischer Bischöfe im Heiligen Land teil.
Flüchtlingen einen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist weniger schwierig, als Aussagen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe erwarten liessen. Das ist die Erfahrung von drei Kirchgemeinden in Basel, Schaffhausen und Ettiswil LU, die den Schritt gemacht haben. Sie loben die Zusammenarbeit mit den Behörden.
«Beim Thema Migration wird oft vergessen, dass der grösste Teil der Migranten in der Schweiz katholisch ist. Das wird in der politischen Debatte meistens nicht berücksichtigt», sagt Migrationsexperte Simon Foppa vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI). In einer neuen Studie weist er darauf hin, dass 39 % der Zuwanderer römisch-katholisch sind.
Die katholische Landeskirche Thurgau hat gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese soll erörtern, wie die Kirchen sich langfristig in der Flüchtlingsthematik engagieren können. Im September soll sie ihre Arbeit aufnehmen.
Die katholische und die reformierte Kirche im Kanton Freiburg rufen gemeinsam die Gemeinden und Gemeinschaften zur Aufnahme von Flüchtlingen auf.
Österreichische und ungarische Benediktiner haben für Flüchtlinge einen Wanderweg von der serbisch-ungarischen bis zur österreichisch-deutschen Grenze entwickelt. Unterwegs dienten Abteien, Klöster und Kirchen als Herbergen für die Flüchtlinge.
Der Westschweizer Bischofs Charles Morerod unterstützt eine Gruppe von Privatpersonen, die über das Projekt «Wagen wir Gastfreundschaft» die Aufnahme von Flüchtlingen in Privathaushalten fördern will. Gegründet wurde dieses auf Initiative des Arztes Bernard Huwiler, heisst es in einer Mitteilung des Bischofsvikariats Deutschfreiburg.
Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, bittet angesichts der Flüchtlingsdrama in Mitteleuropa die Verantwortlichen in den Pfarreien sowie in den kirchlichen Stiftungen zu prüfen, wie sich diese in der gegenwärtigen Situation sinnvoll einbringen können.
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