Während Europa weiter um Länderquoten für die Aufnahme von Flüchtlingen streiten, hat Papst Franziskus einen eigenen Schlüssel für ihre Verteilung ins Spiel gebracht: «Jede Pfarrei, jede Gemeinschaft, jedes Kloster und jeder Wallfahrtsort möge eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen». Der Vatikan will mit dem guten Beispiel vorausgehen. Die vorgesehen Wohnungen befinden sich ausserhalb des Vatikans.
Auf seiner Flucht von Eritrea in die Schweiz erlebt Zenagebriel Haile (27) einerseits eine wundersame Rettung, andererseits den Tod seines kleinen Neffen. Weshalb es dennoch dankbar ist und nicht mit Gott hadert, erzählt er im Interview mit kath.ch
Caritas Schweiz sieht sich mit sehr vielen Anfragen von Leuten konfrontiert, welche in der Schweiz Flüchtlingen helfen wollen. Für die Notaufnahme von ankommenden Flüchtlingen vertraut das Hilfswerk auf die staatlichen Strukturen. Das Hilfswerk richtet sich auf die längerfristige Begleitung von Flüchtlingen ein.
Am Sonntag, 7. September, rief Papst Franziskus alle Pfarreien und christlichen Gemeinschaften in Europa auf, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Er appellierte an die Bischöfe, diesen Appell zu unterstützen. kath.ch hat in den drei deutschsprachigen Bistümern nachgefragt.
«Bücher sagen willkommen» – unter diesem Mottos startet die Buchbranche in Deutschland eine Initiative. Mittels Lern- und Leseecken sollen Flüchtlinge schnellen Zugang zu Lern- und Lesematerial erhalten. Schirmherr der Aktion ist der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani.
Auch die Schweizer Bevölkerung will angesichts der Flüchtlingsströme, die in Europa eintreffen, aktiv Unterstützung leisten. Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) richtet am Mittwoch für solche Anfragen eine Hotline ein. Andere Hilfswerke listen Informationen auf, bei welchen Organisationen sich Freiwillige melden können.
Ein ungarischer Erzabt setzt sich über staatliche Verbote hinweg und nimmt Flüchtlinge in seinem Kloster auf. «Wir dürfen niemanden vor der Tür stehen lassen, denn dies stünde im Gegensatz zum Evangelium», so Erzabt Asztrik Varszegi.
Samstagnachmittag am Nordflügel des Münchner Hauptbahnhofs: doch die Menschen warten, um Flüchtlinge zu begrüssen. Unter ihnen befinden sich auch Münchens Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.
Um die Tausend Personen folgten dem Facebook-Aufruf der Videokünstlerin Sonia Bischoff zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Helvetiaplatz in Zürich.
Die Kirche muss handeln und Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen. Das erklärte der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Markus Büchel, an einer Pressekonferenz im Anschluss an die ordentliche Herbstsitzung der Schweizer Bischofskonferenz.
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