Am Sonntag, 7. September, rief Papst Franziskus alle Pfarreien und christlichen Gemeinschaften in Europa auf, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Er appellierte an die Bischöfe, diesen Appell zu unterstützen. kath.ch hat in den drei deutschsprachigen Bistümern nachgefragt.
«Bücher sagen willkommen» – unter diesem Mottos startet die Buchbranche in Deutschland eine Initiative. Mittels Lern- und Leseecken sollen Flüchtlinge schnellen Zugang zu Lern- und Lesematerial erhalten. Schirmherr der Aktion ist der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani.
Auch die Schweizer Bevölkerung will angesichts der Flüchtlingsströme, die in Europa eintreffen, aktiv Unterstützung leisten. Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) richtet am Mittwoch für solche Anfragen eine Hotline ein. Andere Hilfswerke listen Informationen auf, bei welchen Organisationen sich Freiwillige melden können.
Ein ungarischer Erzabt setzt sich über staatliche Verbote hinweg und nimmt Flüchtlinge in seinem Kloster auf. «Wir dürfen niemanden vor der Tür stehen lassen, denn dies stünde im Gegensatz zum Evangelium», so Erzabt Asztrik Varszegi.
Samstagnachmittag am Nordflügel des Münchner Hauptbahnhofs: doch die Menschen warten, um Flüchtlinge zu begrüssen. Unter ihnen befinden sich auch Münchens Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.
Um die Tausend Personen folgten dem Facebook-Aufruf der Videokünstlerin Sonia Bischoff zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Helvetiaplatz in Zürich.
Die Kirche muss handeln und Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen. Das erklärte der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Markus Büchel, an einer Pressekonferenz im Anschluss an die ordentliche Herbstsitzung der Schweizer Bischofskonferenz.
Wiener Erzbischof Schönborn: " Kirche ist «grösster privater Quartiergeber für Flüchtlinge in Österreich» – Aufruf an Regierung: Syrischen Flüchtlingen ohne langwieriges Verfahren Asyl gewähren
Kein Flüchtling dürfe an der Grenze sterben, sagt der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Er fordert legale Wege für die Einreise nach Europa und eine Aufhebung der Unterscheidung zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen.
Papst Franziskus trauert um die 71 in Österreich umgekommenen Flüchtlinge. Die in einem Lastwagen erstickten Menschen, darunter vier Kinder, seien Opfer eines Verbrechens gegen die ganze Menschheitsfamilie.
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