Pfarreien, Bistümer und Ordensgemeinschaften in Italien nehmen den Aufruf des Papstes zur Flüchtlingssituation ernst. Die italienischen Bischöfe wollen Leitlinien zur Aufnahme von Flüchtlingen erstellen.
Die europäischen Justitia-et-Pax-Kommissionen rufen zum Umdenken in der Flüchtlingspolitik auf: «Fragt die Menschen, was sie brauchen». Das sei ein erster wichtiger Schritt hin zu einer offenen und die menschliche Würde respektierenden Gesellschaft, erklärte Justitia et Pax Europa am Freitag, 2. Oktober, in Brüssel.
Viele lesbische und homosexuelle Flüchtlinge führten in ihren Heimatländern ein Doppelleben. Doch auch in Deutschland müssen sie sich manchmal verstecken: Es gibt Berichte über Anfeindungen ihnen gegenüber in ihren Flüchtlingsunterkünften.
Angesichts der grossen Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, wächst die Verunsicherung vieler Menschen: In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend sagten 51 Prozent der Befragten, es mache Ihnen «Angst, dass so viele Flüchtlinge zu uns kommen». Im September waren es noch 38 Prozent.
Papst Franziskus hat die europäischen Staaten zu einer zügigen und geordneten Aufnahme von Flüchtlingen aufgerufen. Wer gleichgültig bleibe, angesichts ihres Todes durch Erstickung, Entbehrung, Gewalt und Schiffbrüchen», mache sich der «Mittäterschaft» schuldig, heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft zum katholischen Weltflüchtlingstag. Er kritisierte eine wachsende Abschottung Europas.
Die katholische Kirche im Kanton Zürich und Caritas Zürich schaffen gemeinsam eine neue Fachstelle Flüchtlinge. Diese wird den Pfarreien Ideen liefern für mögliche Engagements und auch bei deren Umsetzung behilflich sein, wie Ursi Britschgi von Caritas Zürich sagt.
Die Flüchtlingskrise hat in der Schweiz eine grosse Solidaritätswelle ausgelöst. Jetzt geht es darum, die Hilfsbereitschaft zu organisieren. Bereits heute ist klar: Kleider wurden genug gesammelt. Doch wie kann eine Privatperson helfen und Flüchtlingen Unterstützung geben? Eine neue Webseite von kath.ch gibt einen Überblick, wie die katholische Kirche in der Schweiz den Flüchtlingen hilft und was Private dazu beitragen können.
Was haben Flüchtlingskinder aus Syrien erlebt? Welche Spuren hinterlässt die Flucht bei ihnen? Im Interview mit kath.ch erzählt der Psychotherapeut Hossam Abdel-Rehim, wie Kinder lernen, ihre Traumata zu verarbeiten.
Im Vatikan lebt seit einigen Tagen eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Wie das päpstliche Almosenamt mitteilte, hat das Ehepaar mit zwei Kindern eine Wohnung nahe dem Petersdom bezogen.
Was die europäischen Bischöfe derzeit am meisten bewegt, ist die Frage der Flüchtlinge. Das sagt der St. Galler Bischof Markus Büchel im Interview mit kath.ch. Die Botschaft der Kirchen laute: «Wir müssen alle Flüchtlinge als Menschen behandeln», so der Bischof. Bis Mittwoch nahm Büchel an einem Treffen europäischer Bischöfe im Heiligen Land teil.
‹›