Die katholischen deutschen Bischöfe haben als Konsequenz aus der Studie zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Priester mehrere Projekte beschlossen. Zusätzlich zu diözesanen Ansprechpartnern soll es unter anderem künftig externe unabhängige Anlaufstellen zum Thema sexueller Missbrauch geben.
Doris Wagner, eine der Protagonistinnen des Films «#Female Pleasure», wurde als Ordensfrau von einem Priester vergewaltigt. kath.ch ist der Frage nachgegangen, ob solche Fälle auch in der Schweiz bekannt sind und an wen sich eine betroffene Ordensfrau in so einem Fall wenden könnte.
Nach der katholischen Kirche wollen nun auch die Protestanten in Deutschland Licht ins Dunkel des Missbrauchs bringen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat angekündigt am Sonntag zwei Studien angekündigt. Die Synode der Kirche berät ab Dienstag über Missbrauch in den eigenen Reihen.
Die Synode der evangelischen Kirche in Deutschland will sich am Dienstag mit dem Thema «Missbrauch» befassen. Protestantinnen haben im Vorfeld den Umgang der Kirchenleitung mit dem Problem kritisiert.
Eine Anwaltskanzlei in den USA hat Namen und Fotos von 263 Priestern veröffentlicht, denen sexueller Missbrauch an Minderjährigen vorgeworfen wird. Der Bericht spricht von einem «skandalösen Ausmass».
Der deutsche Fernsehsender ARD begleitet ein Missbrauchsopfer bei der Vergangenheitsbewältigung. Das ist nötig. Denn die Stimmen der Opfer wurden und werden noch zu wenig gehört, schreibt Redaktor Martin Spilker im TV-Kommentar.
Für die Teilnehmer der Jugendsynode in Rom steht fest: Die Kirche der Zukunft muss jugendfreundlich sein. Der Schweizer Delegierte, Weihbischof Alain de Raemy, hebt im Interview mit kath.ch aber auch hervor, wie unabdingbar dafür ein Klima des Vertrauens ist.
Die Behördenmitglieder einer Pfarrei wählen einen verurteilten Sexualstraftäter als Pfarrer und der Bischof von Basel stimmt der Wahl zu. Nulltoleranz bei Missbrauchsfällen sieht anders aus, schreibt kath.ch-Redaktor Martin Spilker im Kommentar.
Die Missbrauchsbeauftragten der deutschen Bundesregierung und der Bischofskonferenz sind sich uneins: Der staatliche Beauftragte bemängelt, nicht alle Bistümer hätten ihre Archive geöffnet.
Es gibt eine Verknüpfung zwischen den Weltreligionen und der weiblichen Sexualität. Die Zürcher Regisseurin Barbara Miller hat fünf Frauen aus fünf verschiedenen Kulturen begleitet. Ihren Dokumentarfilm «#Female Pleasure» hat sie diese Woche am Filmfestival in Locarno präsentiert.
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