Die Vorwürfe gegen einen Waadtländer Priester, der des Missbrauchs von Minderjährigen verdächtigt wird, haben sich verschärft. Letztendlich wird das Strafgericht und nicht das Polizeigericht über seine Schuld entscheiden, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt am 15. Juli bekannt gab. Zwei Pfarreien des Kantons sind demnach betroffen.
Betroffene von sexualisierter Gewalt haben es in der Regel nicht einfach, wenn sie über ihren Fall Nachforschungen anstellen wollen. In Deutschland soll nun ein Ratgeber über Rechte und Herausforderungen aufklären.
Im Bistum St. Gallen ist ab August ein neues Präventions- und Schutzkonzept in Kraft. Initiiert wurde es im Nachgang der 2023 publizierten Pilotstudie zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Ab August wird es an vier Orten vorgestellt.
Cristóbal López Romero ist seit seinem 16. Lebensjahr Mitglied des Salesianerordens und seit 2019 Kardinal. Zu seinen Ordensgelübden gehört sexuelle Enthaltsamkeit. Einige Frauen berichten, er habe sich anders verhalten.
Die drei Organisationen in der Schweiz, die die Interessen von Missbrauchsbetroffenen im kirchlichen Bereich vertreten, arbeiten an der Gründung einer nationalen Dachorganisation. Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz will deren Aufbau nun finanziell unterstützen.
Wegen einer Welle von Missbrauchsklagen sah sich die US-Erzdiözese San Francisco vor einigen Jahren gezwungen, Insolvenz anzumelden. Nun wurde offenbar doch noch eine einvernehmliche Lösung gefunden.
Teilnehmende aus 69 Ländern diskutierten in Rom über Schutzkonzepte gegen Missbrauch in der Kirche. Zwei Schweizerinnen waren darunter. Hans Zollner, Missbrauchspräventionsexperte, zieht im kath.ch-Interview Bilanz der bislang grössten internationalen Safeguarding-Konferenz.
In Deutschland wollen immer mehr Missbrauchsopfer der katholischen Kirche Schadensersatz auf dem Gerichtsweg durchsetzen. In Regensburg hatte ein Betroffener damit vorerst keinen Erfolg. Er kündigte Berufung an.
Rund 15 Ordensleute haben zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren körperliche, sexuelle und psychische Übergriffe begangen. Es geht um eine Schule mit Internat und eine Pfarrei in der ländlichen Ortschaft Reken. Das zeigt eine neue Studie.
Wiederholt hat der Papst sexualisierte Gewalt in der Kirche als «Pest» mit schrecklichen Folgen für die Betroffenen gebrandmarkt. Menschen, die sich gegen Missbrauch einsetzen, ermutigte er zum klugen Handeln.
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