In der katholischen Kirche weltweit werde die Dimension des Missbrauchs zu unterschiedlich wahrgenommen. Der frühere Kurienkardinal Walter Kasper erhofft sich hier vom kommenden Treffen im Vatikan eine Sensibilisierung und fordert unabhängige kirchliche Gerichte.
Vergangenes Jahr musste er seine Kardinalswürde ablegen. Nun wurde der der US-amerikanische Geistliche Theodore McCarrick in den Laienstand versetzt. Es handelt sich um die stärkste Strafe gegen einen Kleriker.
Partnerschaft und Ehe bedeuten für viele Frauen auch Unterdrückung und Gewalt. Am Valentinstag erinnert die Aktion «Donnerstags in Schwarz» des Ökumenischen Rats der Kirchen daran, dass die Kirchen hier in der Pflicht stehen.
Gut eine Woche vor dem Beginn des sogenannten Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan hat «Christ & Welt» ein internes Papier mit provokativen Ideen aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht.
Die Seelsorgenden des Bistums Lausanne Genf Freiburg sollen sich ihrer Verantwortung in Sachen Missbrauch bewusst werden und eine «Persönliche Erklärung» zur neuen «Charta gegen sexuelle Missbrauch» unterschreiben.
Die Priorin des Klosters Fahr und drei weitere Theologinnen wollen, dass Frauen auch in allen Ämtern in der Kirche präsent sind. Aber dafür protestieren sie nicht, sondern laden neu jeden Donnerstag zum Gebet.
Auch Ordensfrauen wurden und werden Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester. Dies hat zu Suspendierungen von Priestern bis zur Auflösung eines Ordens geführt. Der Papst räumte solche Verfehlungen ein und kündigte auch hier Gegenmassnahmen an.
Die grosse Anzahl von Missbrauchsfällen im deutschen Erzbistum Köln sollen sowohl durch die Staatsanwaltschaften, wie auch durch eine unabhängige Kanzlei untersucht werden. Dabei sollen auch Reformvorschläge für das kirchliche Sexualstrafrecht erarbeitet werden.
Das Bistum Osnabrück hat am Wochenende darüber informiert, dass ein inzwischen im Ruhestand lebender Priester in den 80er und 90er Jahren mehrere Kinder sexuell missbraucht hat. Der Ortsbischof hat dem Priester, dessen Taten verjährt sind, mehrere Sanktionen auferlegt.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ruft die 27 Bistümer in Deutschland auf, die Prävention gegen sexuellen Missbrauch zu vereinheitlichen und zwar ausgerichtet an den Bistümern mit den höchsten Standards.
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