Die Welt empört sich über den Dalai Lama. Er hat einen Jungen aufgefordert, seine Zunge zu lutschen. Der Schweizer Kabarettist Viktor Giacobbo schreibt auf Twitter: «So traurig – der Dalai Lama wird immer katholischer!»
Der Dokumentarfilm über einen katholischen Pfarrer, der mit vier Frauen, teils einvernehmlich, teils gegen deren Willen, sechs Kinder zeugte, entfacht die Debatte um den Pflichtzölibat neu. Er stellt aber auch die Frage danach, wie mit den Müttern, Kindern und ihren Traumata in der Kirche umgegangen wird.
Wie viele Priesterkinder im Bistum Chur leben, ist nicht bekannt. Wenn ein Priester ein Kind in die Welt setzt, muss er dieses auch finanzieren, sagt Bischof Joseph Bonnemain. Tut er dies und ist einsichtig, darf er weiter im Amt bleiben. Nimmt er die Verantwortung nicht wahr, «hat er nichts mehr in der Kirche zu suchen», sagt der Churer Bischof.
Papst Franziskus hat die Gesetze zur Missbrauchsbekämpfung verschärft. «Vos estis lux mundi» heisst der Erlass aus dem Vatikan, der jetzt erneuert wurde. Aber: Ohne die Schaffung externer Kontrollinstanzen kann «Vos estis» die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen nicht sicherzustellen.
Bischof Joseph Bonnemain hat im Film «Unser Vater» über das Schicksal von Priesterkindern in der Schweiz mitgewirkt. Er kennt den Fall des Priesters Anton Ebnöther aus seiner Zeit als Offizial des Bistums Chur. Auf Anfrage von kath.ch nimmt er zum Fall und zur Entstehungsgeschichte des Films Stellung.
Der katholische Priester Anton Ebnöther missbrauchte Frauen und zeugte mindestens sechs Kinder mit ihnen. Die Kirche wusste davon. Ein neuer Dokumentarfilm des ungarisch-schweizerischen Journalisten und Filmemachers Miklós Gimes bricht nun das Schweigen. In seinem Film kommen die Frauen und Kinder zu Wort.
Der Kinderschutzexperte und Jesuit Hans Zollner hat das verschärfte Gesetz gegen Missbrauch in der katholischen Kirche begrüsst. Er lobt die klareren Verantwortlichkeiten und die Ausweitung der Regeln auf Laien.
Der Geschäftsführer der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, findet den Rücktritt von Bischof Bode «richtig und wichtig». Er hätte das aber bereits früher von ihm erwartet.
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (72) tritt als Bischof zurück. Er begründet dies vor allem mit eigenen Fehlern bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch. Damit ist Bode der erste deutsche Bischof, der diesen Schritt macht. Der Papst habe seinen Amtsverzicht angenommen, teilte der Vatikan am Samstag mit.
Die Schweizer Hochschulen haben für heute zu einem nationalen Aktionstag gegen sexuelle Belästigung aufgerufen. Ziel: einen Mentalitätswandel herbeizuführen. Die Theologische Hochschule Chur lädt zu einem Podium über Missbrauch und Prävention in kirchlichen Institutionen.
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