Der Film «Unser Vater» füllt Kinosäle. Die Geschichte des Priesters, der verschiedene Frauen schwängerte und mindestens sechs Kinder zeugte, erregt die Gemüter. Dabei steht die Frage im Raum, ob Anton Ebnöther Täter oder Opfer des Systems Kirche war, wie die NZZ in einem Dossier aufzeigt.
Im Missbrauchsskandal um einen inzwischen gestorbenen spanischen Jesuitenpater, der Direktor einer Schule in Bolivien war, kommen Zug um Zug neue Details ans Licht. Das ganze Ausmass der Vorfälle ist noch nicht abzusehen. Der Orden entschuldigt sich: «Wir schämen uns».
Wie gehen Arche-Organisationen um mit den Missbrauchstaten ihres Gründervaters Jean Vanier? Des Inklusions-Pioniers, der Frauen missbrauchte? Dieser Frage geht ein cath.ch-Video nach – am Beispiel La Corolle in Versoix GE.
Der Fall eines abgesetzten Priesters gewährt Einblicke in das, woran die Kirche krankt: Säkularisierung, Priestermangel und überforderte Kantonalkirchen. Und er zeigt: Die Krise der Schweizer Kirche ist auch eine des dualen Systems. Eine Analyse.
Wegen der vielen Missbrauchsklagen steht das Bistum vor dem Bankrott. Durch die Insolvenzanmeldung hofft Bischof Michael Barber den Missbrauchsbetroffenen gerecht zu werden. Und gleichzeitig die grundlegenden Aktivitäten des Bistums aufrechtzuerhalten. Daher habe er das sogenannte Chapter-11-Verfahren angemeldet.
Kardinal Sean O'Malley, Leiter der päpstlichen Kinderschutzkommission, räumte erstmals Schwierigkeiten ein. Er sprach am Montag von «Wachstumsschmerzen». Zuvor hatte der renommierte Kinderschutzexperte, Hans Zollner, die Kommission verlassen.
Fast ein Jahr nach dem Suizid des Limburger Priesters Christoph May gibt der Verwaltungschef des Bistums, Wolfgang Rösch, sein Amt auf. Er zieht die Konsequenz aus einem Gutachten zur Frage: Wie ging er mit Übergriffs-Vorwürfen gegen May um?
Sexueller und geistlicher Missbrauch beschäftigt die Legionäre Christi intensiv. Seit Bekanntwerden schwerer Fälle von Missbrauch durch ihren Gründer Marcial Maciel hat die Kongregation ein Problem. Nun nennt ein neuer Bericht konkrete Zahlen und das Vorgehen bei der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels.
Mit konkreten Massnahmen will die unabhängige Missbrauch-Aufarbeitungskommission Menschen besser vor Missbrauch schützen. Ein entsprechender Katalog wird im Oktober vorgestellt. Auch Bischöfe müssten kontrolliert werden.
Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller zeigt sich schockiert vom Verhalten des emeritierten Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch. Erschreckend sei «die völlige Ignoranz von Zollitsch, der als einer der dienstältesten Personalchefs schlimmste Missbrauchsfälle gedeckt und Täter geschützt hat», sagte Schüller dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)».
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