Matthias Fischer thematisiert in seiner Ausstellung in der Berner Heiliggeistkirche sexualisierte und spirituelle Gewalt durch die katholische Kirche. Und zwar in Bildern, Installationen und szenischen Fotografien. Der reformierte Pfarrer wurde als Kind selbst missbraucht – systematisch durch ein Netzwerk pädophiler katholischer Priester in Deutschland. Vergebung ist für ihn keine Option.
Papst Franziskus hat sich zur Medienberichterstattung über Skandale in der katholischen Kirche geäussert. Es gebe Skandale, sagte er am Montag bei einer Audienz für rund 150 am Vatikan akkreditierte Journalistinnen und Journalisten. Er dankte den Anwesenden für den Respekt und das besondere Taktgefühl, mit dem sie über diese berichteten.
Das deutsche Bistum Münster hat an einem Missbrauchsopfer eine hohe Summe zur Anerkennung seines Leids gezahlt. 300'000 Euro seien überwiesen worden, sagte der Interventionsbeauftragte Stephan Baumers. Die betroffene Person habe «schwersten sexuellen Missbrauch über einen längeren Zeitraum» erlitten.
Auf kritische Fragen, Unverständnis und Wut antwortet Bischof Felix Gmür mit seinem Hirtenwort 2024. Innovationsforscher Claus Noppeney hätte mehr als schöne Worte erwartet: «Mit einem aufrichtigen Abschiedswort sollte Bischof Felix den Weg für einen radikalen Neuanfang im Bistum Basel freimachen.»
Auch in den evangelischen Kirchen gab und gibt es Missbrauch – und Vertuschung. Die Täter agierten hier nicht nur im Umfeld einer beengenden Sexualmoral – vergleichbar mit der katholischen -, sondern auch unter dem Vorzeichen der «freien Liebe». Das zeigen Recherchen wenige Tage vor der Publikation der Studie in Deutschland.
Jüngst wurde die harsche interne Kritik an Stefan Loppacher publik. Nun scheint Entspannung in die Causa Loppacher zu kommen. Der Präsident des Zürcher Synodalrats Raphael Meyer sprach dem Präventionsbeauftragten sein Vertrauen aus: Der Synodalrat sei froh, «weiterhin auf sein Fachwissen zählen zu dürfen.»
Jüngst hat Coop Klosterbier aus den Verkaufsregalen genommen. Der Grund: der Missbrauchsskandal in Saint-Maurice. Ist das Image der Kirche toxisch? Kath.ch befragte Passanten auf der Zürcher Bahnhofstrasse, was ihnen spontan beim Begriff «katholische Kirche» in den Sinn kommt. Viele Antworten klingen ernüchternd. Doch der Glaube an Gott und an das Gute in der katholischen Kirche ist für manche nach wie vor stark. Ein Augenschein.
Die deutsche unabhängige Aufarbeitungskommission appelliert an die Politik, bei der Aufarbeitung von Missbrauch mehr Verantwortung zu übernehmen. Es brauche eine gesetzliche Grundlage, um die Rechte Betroffener zu stärken und die Kommission dauerhaft zu etablieren, erklärte Staatsrechtler Stephan Rixen am Dienstag in Berlin.
Im Film «Shayda», der derzeit in den Kinos läuft, flüchtet eine iranische Mutter mit ihrer Tochter vor dem gewalttätigen Ehemann in ein Frauenhaus. Ein Gespräch mit der Regisseurin Noora Niasari und der Hauptdarstellerin Zar Amir Ebrahimi über die Prägung der Mentalität und die aktuelle Situation der Frauen im Iran.
Nach seinen provokanten Äusserungen steht der Präventionsbeauftragten des Bistums Chur, Stefan Loppacher, in der Kritik. Nur zwei der sieben Kantonalkirchen des Bistums stützen ihn. Seine öffentlich kommunizierte Abkehr vom Glauben und sein Bekenntnis zu seiner Partnerin irritieren Konservative. Eine potentielle Nachfolgerin wurde schon angefragt – und lehnte ab. Loppacher selbst ist überrascht und signalisiert Gesprächsbereitschaft.
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