Wegen Vertuschungs- und Missbrauchsvorwürfen ermittelt Bischof Bonnemain im Auftrag des Vatikans gegen mehrere Schweizer Priester und Bischöfe. Nun teilt das Bistum Chur auf Anfrage von kath.ch mit: Der Abschluss der Voruntersuchung gegen verzögert sich. Ob die Öffentlichkeit das Ergebnis der Untersuchungen oder allfällige Entscheidungen des Vatikans erfahren wird, ist unklar.
Die iranische Regisseurin Noora Niasari verarbeitet ihre eigenen Kindheitserfahrungen in einem Frauenhaus in ihrem Spielfilmdebüt. Damit zeigt sie auf, dass häusliche Gewalt ein universelles Thema ist, das oft immer noch verharmlost wird.
Der «Walliser Bote» kritisierte den Bischof Jean Marie Lovey: Er habe an der offiziellen Neujahrsansprache vom Montag nicht über den Missbrauch in der Kirche gesprochen, Staatsrat Christophe Darbellay hingegen schon. Generalvikar Pierre-Yves Maillard widerspricht: Lovey habe bildlich, aber klar darüber gesprochen.
Missbrauchs-Experte Ulrich Wastl kritisiert die bayerische Anlaufstelle für Opfer von Missbrauch. Diese müsse «gänzlich unabhängig und entsprechend finanziell ausgestattet» sein sowie die Interessen der Betroffenen vertreten. Das könnte ein Tipp an die Schweizer Bischöfe sein, die eine nationale Meldestelle für Opfer von Missbrauch planen.
Der Dreikönigs-Apero von kath.ch in Zürich war friedlicher als im Vorjahr. Doch die Themen waren nicht leicht verdaulich: Missbrauchsstudie, Weltsynode, Frauenfrage und Segen für alle. Es diskutierten Renata Asal-Steger und ihr Nachfolger im RKZ-Präsidium Roland Loos sowie die SRF-«Sternstunden»-Journalistin Judith Hardegger.
Gerichtsdokumente zeigen die grauenhafte Dimension eines Walliser Missbrauchsfalls. Ein Vater hat zusammen mit einem Priester seine beiden Kinder missbraucht. Strafrechtlich ist der Fall verjährt. Der Priester wurde im Oktober 2023 vom Vatikan in den Laienstand versetzt.
Die Missbrauchskrise erschüttert die Glaubwürdikeit der katholischen Kirche «auch auf der politischen und diplomatischen Ebene». Kirchenhistoriker Hubert Wolf ist überzeugt: Um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, muss die Kirche einen klaren Schnitt machen.
Die Präsidentin der IG Missbrauchsbetroffene, Vreni Peterer, wurde gerade zur Appenzellerin des Jahres gewählt. Das gebe ihr die Bestätigung, dass sie das Richtige tue. Und dass sie für die Rechte von Missbrauchsopfern weiterkämpfen will.
Die evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz (EKS) sieht Handlungsbedarf und will ihre Fälle von sexualisierter Gewalt aufarbeiten. Präsidentin Rita Famos zeigte sich am Freitag davon überzeugt, dass es auch in ihrer Kirche viele Missbrauchsfälle gibt.
Pius Troxler ist seit kurzem oberster Schaffhauser Katholik. Er erhält aktuell viele Kirchenaustrittschreiben. Diesen und anderen Schwierigkeiten gelte es zu begegnen, sagt der Schönstatt-Priester.
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