Der Chorherr, der im November von seinem Amt als Dekanpfarrer von Saint-Maurice suspendiert wurde, darf nun wieder arbeiten. Der Fall sei juristisch abgeschlossen, begründet die Abtei den Entscheid. Eine Frau hatte den Chorherrn in der RTS-Sendung vom letzten 19. November vorgeworfen, sie als Zwölfjährige missbraucht zu haben.
Der neue Pfarrer in Urdorf, Joseph Naduvilaparambil, mag die «gesunde Streitkultur» in seiner Pfarrei. Mit Kritikern habe er sich versöhnt, sagte er. Er glaubt nicht, dass der Pflichtzölibat für Priester den Missbrauch verursacht habe.
Die Empörung war gross, als man letzten September erfuhr: Dem Forschungsteam, das Missbrauch in der Kirche untersucht, war der Zugang zum Archiv der Nuntiatur in Bern verweigert worden. Nun nimmt das Team einen neuen Anlauf. Wer ihm Zugang verschaffen kann, ist noch immer unklar.
Das Berner Kantonsparlament entscheidet ab nächster Woche, ob die Gelder weiterhin an die Landeskirchen fliessen. Laut einem Vorstoss sollen die Staatsgelder an die katholische Kirche als Druckmittel für die Missbrauchsaufarbeitung sistiert werden. Ein anderer Vorstoss verlangt, dass die Unternehmenssteuern an die Kirchen fortan freiwillig sein sollen.
Andrzej Dziega, Erzbischof von Stettin-Cammin (Szczecin-Kamien), ist zurückgetreten. Dies nach viel Kritik rund um einen Missbrauchsfall in seinem Bistum. Papst Franziskus hat seinen Amtsverzicht angenommen, wie das vatikanische Presseamt am Samstag mitteilte.
Die Trierer Initiative Missbit hat angekündigt, Betroffene von Missbrauch durch Kirchenvertreter bei offenbar bevorstehenden Zivilklagen gegen das Bistum Trier zu unterstützen. Zuvor hatten diese massive Kritik am Verhalten des Bistums geäussert.
Erneut hat eine frühere Ordensfrau schwere Vorwürfe gegen den Priester und international bekannten Mosaikkünstler Marko Rupnik (69) erhoben. Der Mit-Gründer der Loyola-Gemeinschaft in Slowenien habe sie als Erwachsene über viele Jahre sexuell missbraucht, sagte Gloria Branciani (59) am Mittwoch vor Journalisten in Rom.
Der Historiker und Theologe Ulrich L. Lehner hat ein Buch über sexuellen Missbrauch bei den Jesuiten geschrieben. Fast alle Probleme, vor denen die Kirche in der Missbrauchskrise steht, waren bereits im 17. und 18. Jahrhundert bekannt. Dem Wissenschaftler und gläubigen Katholiken Lehner ging es bei den Recherchen zeitweise «richtig dreckig». Das Buch habe er geschrieben, weil es niemand anderes tun wollte.
Die Menschen treten nicht aus der Kirche aus, um Steuern zu sparen. Sie gehen, weil sie das Vertrauen in die Reformversprechen verloren haben. Der Exodus von Katholikinnen und Katholiken im Kanton Zürich ist «ein Zeichen von Verzweiflung», schreibt Annalena Müller in ihrem Kommentar.
Im Getümmel der Luzerner Fasnacht sind sie nicht leicht zu finden. Und echt sind sie auch nicht. Aber es gibt sie noch: Menschen, die sich zur Fasnacht in klerikale Gewänder hüllen. Bei den meisten hat das aber wenig fromme Gründe.
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