Staatliche und kirchliche Instanzen haben ihre Verfahren gegen einen Priester im Bistum Chur eingestellt, dem der deutsche Josef H. sexuelle Nötigung vorgeworfen hatte. Dieser will den Fall nicht weiterziehen.
Wunibald Müller weist Vorwürfe gegen Anselm Grün zurück. Dessen Umgang mit einem Missbrauchsfall wird aus seiner Sicht falsch dargestellt. Die Arbeit des Recollectio-Hauses der Abtei sei sehr fortschrittlich gewesen.
Die Österreichische Ordenskonferenz hat per 1. September eine neue Stelle für Gewaltprävention geschaffen. Geleitet wird diese von der Theologin Barbara Neuhold (28). In einem Interview hat die neue Leiterin gemeinsam mit Ordenskonferenz-Generalsekretärin Christine Rod zur Arbeit und den Zielen der neuen Einrichtung Stellung genommen.
Der deutsche Betroffenenbeirat will Erinnerungskultur sichtbar machen: Ilonka Czerny hat online Formen des Erinnerns an sexualisierte Gewalt in der Kirche zusammengestellt. Dabei geht es nicht nur um Denkmäler.
Im Kanton Tessin müssen die katholische und die reformierte Kirche jede Straftat oder jeden Verdacht auf Missbrauch innert 30 Tagen der Justiz melden. Das hat der Grosse Rat bereits im November entschieden. Nun hat das Parlament die entsprechenden Gesetze noch einmal überarbeitet.
Im Fall Müstair haben Staatsanwaltschaft und Bistum ihre Verfahren gegen einen Priester eingestellt. Damit endet aus Sicht der Betroffenen-Organisation IG Miku die Verantwortung der Kirche in Sachen Missbrauchsaufarbeitung allerdings nicht. Sie fordert, bei einer zukünftigen Tätigkeit des Priesters mögliche Risiken sorgfältig zu prüfen.
Es ist eines der härtesten Urteile gegen einen Geistlichen in Polen: Ein ehemaliger Gemeindepfarrer muss wegen sexuellen Kindesmissbrauchs 14 Jahre ins Gefängnis. Sein Bistum entschuldigt sich bei den Opfern.
Die katholische Kirche im Bistum St. Gallen hat ein neues Schutzkonzept, um Menschen im kirchlichen Umfeld vor Übergriffen und Gewalt zu schützen. Der Theologe Franz Kreissl erklärt, warum St. Gallen damit schweizweit Pionierarbeit leistet, warum Bischof und Kirchgemeinden kooperieren müssen und was auch mit dem neuen Konzept eine Herausforderung bleibt.
Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte im Mai ein Strafverfahren wegen Missbrauchsverdacht gegen einen Priester des Bistums Chur eingestellt. Nun zieht der Bischof von Chur nach und stellt die kirchenrechtliche Voruntersuchung ein. Der Priester wird sich eine Auszeit nehmen.
Neue Pflichten, neue Struktur. Am Dienstag haben Verantwortliche des Bistum St. Gallen und der St. Galler Kantonalkirche das neue Konzept zum Schutz vor Übergriffen in Jona vorgestellt. Nicht verschwiegen wurde, dass es weiterhin Herausforderungen gibt.
‹›