Seit mehr als zehn Jahren kümmert sich die päpstliche Kinderschutzkommission um Aufklärung und Missbrauchsprävention in der Kirche. Doch ihre Rolle war nicht überall klar definiert. Nun erlässt der Papst neue Statuten.
Auf seiner Spanienreise richtet Leo XIV. einen Friedensappell an die Welt und ruft zu Respekt im Umgang mit politischen Gegnern auf. Kirchenintern steht das Thema sexueller Missbrauch im Mittelpunkt.
Der Professor für Altes Testament, Philippe Lefebvre, hat für seine Abschiedsvorlesung an der Universität Freiburg grossen Applaus erhalten. Mit Bibelzitaten verwies der Dominikaner auf schwierige Zeiten in seinem Leben. Er hatte einen Missbrauchstäter aufgedeckt und danach Anfeindungen erlebt.
Die Bistümer der Deutschschweiz wollen ihre Prävention gegen Missbrauch enger koordinieren. Dafür haben sie bistumsübergreifend eine weitere Fachfrau angestellt: Susanna Rodi-Giger. Sie arbeitet bald für die Bistümer Basel und Chur.
Die Staatsanwaltschaft Graubünden verfolgt einen Missbrauchsverdacht gegen einen Priester des Bistums Chur nicht weiter. Gewisse Vorwürfe seien verjährt, bei anderen seien die Tatbestände nicht erfüllt, heisst es zur Begründung. Das kirchenrechtliche Verfahren läuft indes weiter.
Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche Deutschlands erhält ein zentrales Onlineportal. Hier wird die Arbeit der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen sichtbar.
Gläubige Menschen werden teilweise kontrolliert, fremdbestimmt, vom Umfeld abgeschottet. Was früher als Sektenproblem galt, wird heute auch in Landeskirchen als spirituelle Gewalt wahrgenommen. Die Präventionsbeauftragte der Bistümer Chur und St. Gallen, Dolores Waser Balmer, lobt die Kirche für ihr aktuelles Vorgehen gegen Missbrauch.
Zwei Orte in Paderborn bekommen neue Namen. Der Schritt folgt auf die Missbrauchsstudie für das Erzbistum. Statt zweier Kardinäle rücken nun eine Ärztin und die Paderquellen in den Blick.
Die Regensburger Professorin Ute Leimgruber hat an einem Online-Vortrag ihre Erkenntnisse über spirituellen Missbrauch geteilt – und dessen Merkmale benannt. Auch Personen aus der Schweiz hörten mit, da die Betroffenenorganisation für Missbrauch in der Kirche (IG MikU) darauf hingewiesen hatte.
In der Schweiz gibt es drei Organisationen, die die Interessen von Missbrauchsbetroffenen im kirchlichen Umfeld vertreten – in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin. Nun hat die Generalversammlung der Deutschschweizer IG MikU ein Startkapital zur Gründung eines nationalen Dachverbandes gutgeheissen.
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