Erfurt, 10.11.15 (kath.ch) Bis zu 8000 Menschen haben laut Polizeischätzung am Montagabend auf dem Erfurter Domplatz für eine humane Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Bei der Kundgebung unter dem Motto «Mitmenschlich in Thüringen» mahnte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), deutlich zu machen, dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Unter Hinweis auf die nationalsozialistische Pogromnacht vom 9. November 1938 rief er dazu auf, «Gesicht zu zeigen gegen braunen Ungeist und dumpfe Parolen».
Die Konferenz der Laienorganisation Katholische Aktion Österreich spricht sich vehement gegen Zäune zur Abwehr von Flüchtlingen aus. Oberste Priorität müsse darin bestehen, Schutzsuchenden winterfeste Quartiere zu bieten.
Seit Anfang Oktober haben Schweizer Grenzwächter in Buchs SG und St. Margrethen 1352 Personen ohne gültige Reisepapiere aufgegriffen. Das sind dreimal mehr als in Chiasso. Das Chaos auf der Balkanroute wirke sich aus auf die Schweiz, schreibt die Schweiz am Sonntag zu diesen neuen Zahlen.
Das Unterstützungskomitee Kollektiv R hat am 30. Oktober das Ultimatum der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Waadt (EERV) zurückgewiesen. Dieses verlangte von den Migranten, die sich dorthin geflüchtet hatten, den Pfarrsaal der Kirche Saint Laurent zu verlassen.
Seelsorger aus der Erzdiözese Djakovo-Osijek in Kroatien begannen gleich nach der Grenzsperre Ungarns in Koordination mit der Caritas Freiwillige für die Arbeit im Aufnahmezentrum Opatovac zu organisieren. Erzbischof dankt ihnen. Augenschein vor Ort.
Seit Januar 2015 wohnen Asylsuchende in einer Zivilschutzanlage im luzernischen Dagmersellen. Der Betrieb der Asylnotunterkunft ist auf ein Jahr befristet. Nun wollen lokale Kirchenvertreter mit einer Petition an den Gemeinderat verhindern, dass die Unterkunft Ende Jahr geschlossen wird.
Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) bietet Flüchtlingen ab sofort die Möglichkeit, kostenlos als Gast an Lehrveranstaltungen in nicht-zulassungsbeschränkten Studiengängen teilzunehmen.
Caritas Schweiz bereitet ein Winterhilfe-Programm für Flüchtlinge auf der Balkanroute vor. Sie geht davon aus, dass die Glückskette die geplanten Projekte mitfinanziert. Das Hilfswerk stellt aber auch klar, dass es sein Engagement für Flüchtlinge entlang der Balkanroute als «komplementär» versteht.
Vertriebene brauchen oft zuallererst Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Aber reicht das aus? Nein, meinen Kulturschaffende auf der Frankfurter Buchmesse.
Tausende von arabischen Flüchtlingen kommen Tag für Tag in Europa an. In Deutschland, aber auch in der Schweiz, sorgen sich Juden vermehrt über eine mögliche Zunahme des Antisemitismus. Die Schweizer Juden haben Justizministerin Simonetta Sommaruga deshalb einen Brief geschrieben.
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