Das Bistum St. Gallen hadert mit so manchem, was aus Rom kommt. Bischof Markus Büchel würdigt Joseph Ratzinger als grossen Theologen. Die Entscheidung, den Traditionalisten Vitus Huonder zum Bischof von Chur zu ernennen, kritisiert Büchel ebenso wie Benedikts Annäherung an die Piusbrüder.
Der Liturgie-Experte Martin Klöckener verteidigt Franziskus’ Entscheidung, eine biblische Predigt und keine Laudatio auf Benedikt XVI. zu halten. Auch wenn in der Schweiz bei Abdankungen sehr persönliche Worte üblich sind: Bei einem Requiem geht es nicht darum, Lebensbilder zu präsentieren, sondern für den Verstorbenen bei Gott einzutreten. Ein Gastkommentar.
Eine emeritierte Königin für einen emeritierten Papst: Sofia von Spanien hat am Requiem für Benedikt XVI. in Rom teilgenommen. Ebenfalls angereist sind König Philippe von Belgien und seine Frau Mathilde. Die Schweiz war mit Botschafter Denis Knobel vertreten.
Auf dem Petersplatz wurde am Donnerstag wieder «santo subito» gefordert: eine umgehende Heiligsprechung Benedikts XVI. Mehrere Kardinäle legen sogar noch eine Schippe drauf. Kirchenhistoriker warnen dagegen – erneut...
Die Trauerfeiern für einen ehemaligen Papst waren nicht nur für die Zeremonienmeister im Vatikan eine Premiere. Auch Papst Franziskus betrat Neuland.
Blasmusik, Lederhosen und weiss-blaue Fahnen: Am Tag der Trauerfeierlichkeiten für Benedikt XVI. verwandelt sich Rom noch einmal in eine bayerische Aussenstelle. Insgesamt 50'000 Menschen nehmen vom einstigen Papst Abschied.
Benedikts sterbliche Überreste sind im Vatikan beigesetzt worden – im kleinen Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Mit dabei: sein langjähriger Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein.
Santo subito? Soll Benedikt XVI. schnell heiliggesprochen werden? Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hält davon wenig.
«Jugend ohne Drogen»: Die Schweizer Bischofskonferenz verhielt sich zu dieser Initiative neutral. Kein Verständnis dafür hatte Joseph Ratzinger, berichtet der Tessiner Vaticanista Giuseppe Rusconi. Ein Gespräch über Ratzingers Freundschaft zu Eugenio Corecco, Schwierigkeiten im Bistum Lugano – und ob Mauro Lepori neuer Bischof wird.
Die Schweizergardisten haben nachts im Petersdom die Totenwache für Benedikt XVI. gehalten. «Das bedeutet Mehrarbeit für die Gardisten, ist jedoch absolute Ehrensache, die sie mit Stolz und Dankbarkeit erfüllt», sagt Gardekaplan Kolumban Reichlin (51). Er selbst hat Benedikt XVI. zuletzt am 6. Dezember gesehen.
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