SEK-Ratspräsident Gottfried Locher mahnt die Reformierten, weniger streng mit sich selbst zu sein und katholischer zu werden, um freie Christen im Sinne Zwinglis zu bleiben.
Eine Annäherung der verschiedenen Konfessionen könne verunsichern. Dabei sei die Vielfalt ein Merkmal Gottes, wurde bei einer Veranstaltung zum Reformationsjubiläum gesagt. Die Kirchen könnten voneinander lernen.
Der frühere Ökumene-Beauftragte des Vatikan, Kardinal Walter Kasper, ist zuversichtlich, dass die christlichen Kirchen sich wieder vereinigen können. In einer solchen «Einheit in versöhnter Verschiedenheit» müssten die gewachsenen Traditionen und Formen gegenseitig respektiert werden.
Seit dem 19. Oktober 2016 ist die neue Lutherbibel im Handel erhältlich. Die Deutsche Bibelgesellschaft hat im Jahr 2016 insgesamt über eine halbe Million Bibeln verkauft. Der grosse Teil davon waren neue Lutherbibeln.
Das SVP-Blatt «Die Weltwoche» gibt sich christlich: Unter der Rubrik «Die Bibel» erläutert ein refomierter Theologe wöchentlich einen biblischen Text.
Das Netzwerk europäischer Reformationsstädte ist bereits in 15 Ländern präsent. Venedig, Riga und Guardia Piemontese können sich neu zu den Reformationsstädten zählen. Allein in der Schweiz gibt es 10 Reformationsstädte.
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen zeigt es jedes Jahr neu: Die Kirchen müssen nicht nur nach aussen wirken, sondern sich auch miteinander beschäftigen. «Versöhnung» lautet das Motto in der Einheitswoche 2017.
Die Veranstaltungen zum Reformationsgedenken sollten zum Dialog zwischen den Kirchen genutzt werden. Das empfiehlt der Schweizer Kardinal Kurt Koch. eine baldige Einheit der christlichen Konfessionen sieht er aber nicht kommen.
Die Reformation der Kirche war nicht nur ein Streit unter Theologen. Aus religiösen Gründen erfolgten Gewalttaten. Erzbischof Welby will um Vergebung bitten. Anlass ist Reformationsgedenkjahr und ökumenisch begangenes Thomas-Morus-Gedenken.
Im Portal der Lausanner Kathedrale soll eine Marien-Statue stehen. Dies wäre ein grosses Zeichen für die Ökumene, meint der Initiant. Dieser setzte sich bereits dafür ein, dass heute katholische Gottesdienste in der Kathedrale gefeiert werden.
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