Er fordert die Rehabilitation des Reformators Martin Luther durch die katholische Kirche und die Anerkennung der Ämter in den reformierten Kirchen: Der Schweizer Theologe Hans Küng richtet sich mit einem «Weckruf» zum Reformationsjubiläum an die Öffentlichkeit.
«Nur 500 Jahre Reformation feiern, ohne die Kirchenspaltung wirklich zu beenden, heisst, neue Schuld auf sich zu laden.» Der weltbekannte Schweizer Theologe spricht zum Reformationsjubiläum Klartext und fordert von den Kirchen Taten. – Sein «Weckruf» im Original.
Jubiläen laden ein zum Rückblick. Sie bieten aber auch die Möglichkeit zum Ausblick. Für den Schweizer Kardinal Kurt Koch müsste das Reformationsgedenken einen Neubeginn des Ringens um Einheit in der Kirche bringen.
Hinter jedem grossen Mann steht eine starke Frau. Und umgekehrt. Ein Spielfilm über Katharina Luther geht noch weiter: Die starke Frau steht hier Seite an Seite mit dem Reformator. Zu Recht.
Ostern ist das zentrale Fest der Christenheit über die Konfessionsgrenzen hinweg. Der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes nutzt dies als Grundlage und ökumenisches Zeichen zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation: Gottfried Locher predigt zu Ostern in einer katholischen Kirche.
Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund führt im November in Zusammenarbeit mit freikirchlichen Verbänden und weiteren Jugendorganisationen das Evangelische Jugendfestival «Reformaction» durch. Nun sind erste Details des Programms bekannt.
Zum Reformationsgedenken 2017 hat der Hamburger Carlsen-Verlag in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft acht «Geschichten aus der Bibel» für Kleinkinder ab 3 Jahren in der Pixi-Buchreihe herausgegeben.
Beim Treffen mit Papst Franziskus äusserte der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland), Heinrich Bedford-Strohm, den Wunsch nach einem gemeinsamen Abendmahl für Familienangehörige unterschiedlicher Kirchen. Ob der Papst zum Reformationsgedenken nach Deutschland reisen wird, ist noch offen.
Die bayerische Lutherstadt Augsburg freut sich im Reformationsgedenkjahr über offenbar stark steigende Touristenzahlen. Schon jetzt sei ein signifikanter «Reiseboom» zu erkennen, erklärte Tourismusdirektor Götz Beck. Gezielt geworben wird in der Schweiz und in den USA.
Das Reformationsgedenken hat nach Einschätzung des katholischen «Ökumenebischofs» Gerhard Feige eine ökumenische Sensibilität erzeugt. Es gebe Anzeichen für einen ökumenischen Lernprozess, sagte der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz.
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