Auch Ordensfrauen wurden und werden Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester. Dies hat zu Suspendierungen von Priestern bis zur Auflösung eines Ordens geführt. Der Papst räumte solche Verfehlungen ein und kündigte auch hier Gegenmassnahmen an.
Die grosse Anzahl von Missbrauchsfällen im deutschen Erzbistum Köln sollen sowohl durch die Staatsanwaltschaften, wie auch durch eine unabhängige Kanzlei untersucht werden. Dabei sollen auch Reformvorschläge für das kirchliche Sexualstrafrecht erarbeitet werden.
Das Bistum Osnabrück hat am Wochenende darüber informiert, dass ein inzwischen im Ruhestand lebender Priester in den 80er und 90er Jahren mehrere Kinder sexuell missbraucht hat. Der Ortsbischof hat dem Priester, dessen Taten verjährt sind, mehrere Sanktionen auferlegt.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ruft die 27 Bistümer in Deutschland auf, die Prävention gegen sexuellen Missbrauch zu vereinheitlichen und zwar ausgerichtet an den Bistümern mit den höchsten Standards.
Die katholischen deutschen Bischöfe haben als Konsequenz aus der Studie zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Priester mehrere Projekte beschlossen. Zusätzlich zu diözesanen Ansprechpartnern soll es unter anderem künftig externe unabhängige Anlaufstellen zum Thema sexueller Missbrauch geben.
Doris Wagner, eine der Protagonistinnen des Films «#Female Pleasure», wurde als Ordensfrau von einem Priester vergewaltigt. kath.ch ist der Frage nachgegangen, ob solche Fälle auch in der Schweiz bekannt sind und an wen sich eine betroffene Ordensfrau in so einem Fall wenden könnte.
Nach der katholischen Kirche wollen nun auch die Protestanten in Deutschland Licht ins Dunkel des Missbrauchs bringen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat angekündigt am Sonntag zwei Studien angekündigt. Die Synode der Kirche berät ab Dienstag über Missbrauch in den eigenen Reihen.
Die Synode der evangelischen Kirche in Deutschland will sich am Dienstag mit dem Thema «Missbrauch» befassen. Protestantinnen haben im Vorfeld den Umgang der Kirchenleitung mit dem Problem kritisiert.
Eine Anwaltskanzlei in den USA hat Namen und Fotos von 263 Priestern veröffentlicht, denen sexueller Missbrauch an Minderjährigen vorgeworfen wird. Der Bericht spricht von einem «skandalösen Ausmass».
Der deutsche Fernsehsender ARD begleitet ein Missbrauchsopfer bei der Vergangenheitsbewältigung. Das ist nötig. Denn die Stimmen der Opfer wurden und werden noch zu wenig gehört, schreibt Redaktor Martin Spilker im TV-Kommentar.
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