In seiner Eröffnungsrede zum Bischofstreffen über Missbrauchsfragen ermahnte der Papst die Teilnehmenden die seelsorgerliche Verantwortung wahrzunehmen. Die Welt schaue auf die Beteiligten und erwarte konkrete Massnahmen.
Ein Treffen der Organisatoren des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan mit Vertreter von Opferverbänden am Mittwoch in Rom ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Besonders enttäuscht zeigten sich etliche der Betroffenen, dass der Papst nicht gekommen war.
Die Organisatoren des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan treffen sich am Mittwochmittag auch mit Vertretern von Opferverbänden. Diese hatten eine solche Begegnung im Vorfeld der Vatikan-Konferenz gefordert.
Vor Beginn des weltweiten Anti-Missbrauchsgipfels trifft Papst Franziskus den Sprecher des italienischen Netzwerks «Rete L'Abuso», Francesco Zanardi, im Vatikan. Dieser will dem Papst im Namen aller Missbrauchsopfer Forderungen vortragen.
Wenige Tage vor Beginn der Konferenz über Kinderschutz und Missbrauch in Rom melden sich auch die Oberen katholischer Frauen- und Männerorden zu Wort. In einer Erklärung bekennen sie eigenes Versagen und fordern prävententive Massnahmen.
Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche kommen an jedem Tag der Konferenz im Vatikan zu Wort. Sie fühlen sich aber zu wenig vertreten. Beschlüsse sind von der Anti-Missbrauchskonferenz auch nicht zu erwarten.
Von der am Donnerstag beginnenden Konferenz katholischer Bischöfe in Rom zu Missbrauchsthemen soll viel erwartet werden. Sogar mehr als ein Wunder, schreit Charles Martig im Kommentar.
In Österreich hat die «Klasnic-Kommission» in 1974 Fällen Missbrauchsopfern Finanz- und/oder Therapiehilfen in Höhe von insgesamt 27,3 Millionen Euro zuerkannt. Die meisten Vorfälle sind verjährt, bei 32 Prozent handelte es sich um sexuellen Missbrauch.
Die Erwartungen an das Treffen der Bischöfe zum Thema Missbrauch dürften so vielfältig sein, wie die Kirche weltweit. Der Experte im Vatikan sieht darin erst einen Anfang, das aber von grosser Bedeutung ist.
Die Erwartungen sind hoch. Am Donnerstag beginnt im Vatikan das Bischofstreffen zu Fragen des Missbrauchs. Der Papst bittet um Unterstützung im Gebet.
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