Fast ein Jahr nach dem Suizid des Limburger Priesters Christoph May gibt der Verwaltungschef des Bistums, Wolfgang Rösch, sein Amt auf. Er zieht die Konsequenz aus einem Gutachten zur Frage: Wie ging er mit Übergriffs-Vorwürfen gegen May um?
Sexueller und geistlicher Missbrauch beschäftigt die Legionäre Christi intensiv. Seit Bekanntwerden schwerer Fälle von Missbrauch durch ihren Gründer Marcial Maciel hat die Kongregation ein Problem. Nun nennt ein neuer Bericht konkrete Zahlen und das Vorgehen bei der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels.
Mit konkreten Massnahmen will die unabhängige Missbrauch-Aufarbeitungskommission Menschen besser vor Missbrauch schützen. Ein entsprechender Katalog wird im Oktober vorgestellt. Auch Bischöfe müssten kontrolliert werden.
Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller zeigt sich schockiert vom Verhalten des emeritierten Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch. Erschreckend sei «die völlige Ignoranz von Zollitsch, der als einer der dienstältesten Personalchefs schlimmste Missbrauchsfälle gedeckt und Täter geschützt hat», sagte Schüller dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)».
Die Welt empört sich über den Dalai Lama. Er hat einen Jungen aufgefordert, seine Zunge zu lutschen. Der Schweizer Kabarettist Viktor Giacobbo schreibt auf Twitter: «So traurig – der Dalai Lama wird immer katholischer!»
Der Dokumentarfilm über einen katholischen Pfarrer, der mit vier Frauen, teils einvernehmlich, teils gegen deren Willen, sechs Kinder zeugte, entfacht die Debatte um den Pflichtzölibat neu. Er stellt aber auch die Frage danach, wie mit den Müttern, Kindern und ihren Traumata in der Kirche umgegangen wird.
Wie viele Priesterkinder im Bistum Chur leben, ist nicht bekannt. Wenn ein Priester ein Kind in die Welt setzt, muss er dieses auch finanzieren, sagt Bischof Joseph Bonnemain. Tut er dies und ist einsichtig, darf er weiter im Amt bleiben. Nimmt er die Verantwortung nicht wahr, «hat er nichts mehr in der Kirche zu suchen», sagt der Churer Bischof.
Papst Franziskus hat die Gesetze zur Missbrauchsbekämpfung verschärft. «Vos estis lux mundi» heisst der Erlass aus dem Vatikan, der jetzt erneuert wurde. Aber: Ohne die Schaffung externer Kontrollinstanzen kann «Vos estis» die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen nicht sicherzustellen.
Bischof Joseph Bonnemain hat im Film «Unser Vater» über das Schicksal von Priesterkindern in der Schweiz mitgewirkt. Er kennt den Fall des Priesters Anton Ebnöther aus seiner Zeit als Offizial des Bistums Chur. Auf Anfrage von kath.ch nimmt er zum Fall und zur Entstehungsgeschichte des Films Stellung.
Der katholische Priester Anton Ebnöther missbrauchte Frauen und zeugte mindestens sechs Kinder mit ihnen. Die Kirche wusste davon. Ein neuer Dokumentarfilm des ungarisch-schweizerischen Journalisten und Filmemachers Miklós Gimes bricht nun das Schweigen. In seinem Film kommen die Frauen und Kinder zu Wort.
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