Die Diözese Sitten hat im Nachgang zur Pilotstudie eine unabhängige externe Prüfung zum sexuellen Missbrauch in Auftrag gegeben. Gleichzeitig zieht sich Generalvikar Richard Lehner von allen Ämtern in diesem Zusammenhang zurück.
Wie gross ist das Vertrauen in die katholische Kirche? Diese Frage hat sich das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut in St. Gallen gestellt – angesichts der erschütternden Erkenntnisse der Pilotstudie zum Missbrauch. Es sinke, entnimmt er Umfrage-Daten und Kirchenaustrittszahlen. Und plädiert auf aktive Gegensteuer.
Der Name weckt Misstrauen: bischöfliches Geheimarchiv. Das Kirchenrecht schreibt vor, dass heikle Dokumente vom Bischof persönlich weggeschlossen werden müssen. Das sorgt für Diskretion und begünstigt Vertuschung. Die Schweizer Bischöfe machen damit Schluss – auch gegen geltendes Recht.
Der Südtiroler Moraltheologe legt eine umfassende «Christliche Beziehungsethik» vor. Dabei stünden «Haltungen und Kompetenzen im Vordergrund, nicht in erster Linie Vorschriften», sagte der Moraltheologe. Lintner war zuvor vom Vatikan als Dekan von Brixen ausgebremst worden.
Der Priester Heinz Angehrn bloggt auf kath.ch zur schwulenfeindlichen Berichterstattung von Niklaus Herzog auf «swiss-cath.ch». Er kritisiert aber auch das «Aufkochen» des Falls Franz Sabo im «SonntagsBlick» und auf kath.ch. «Das ist unglaublich, unanständig, unethisch.»
Nach einer Notoperation am 14. September hat Bischof Charles Morerod die Arbeit im Bistum von Lausanne, Genf und Freiburg (LGF) wieder aufgenommen. Er sei erst auf «mässige Weise» im Einsatz, sagte er gegenüber der Tageszeitung «La Liberté». Das Laienkomitee bleibt vorerst im Amt.
Nach einem Jahr gibt es immer noch keinen neuen Bischof in Lugano. Alain de Raemy geriet in den Medien unter Druck. Er hat sich jetzt Schützenhilfe von höchster Stelle geholt. Der Nuntius Martin Krebs bestätigt, dass er weiterhin Administrator bleibt. De Raemy sagt dazu: «Ich habe nie ein ‹halber Bischof› sein wollen.»
Der katholische Aachener Bischof Helmut Dieser hat noch einmal die Veröffentlichung der Namen von 53 Missbrauchstätern in seinem Bistum verteidigt. Dieses Vorgehen solle vor allem den Betroffenen zugute kommen und die weitere Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs «deutlich voranbringen», schrieb Dieser in einem Hirtenbrief, der am Sonntag in den Kirchen verlesen wurde.
Der ehemalige Zürcher Synodale und Theologe Zeno Cavigelli hat die Bischöfe als «die Überflüssigsten im Gebilde der Kirche» bezeichnet. Diese «generelle Abqualifizierung» lässt die Facebook-Community nicht einfach stehen. In die Diskussion schaltet sich auch Cavigelli selbst ein.
Wie gehen Pfarreien mit Machtmissbrauch um? Claudia Nuber ist neue Leiterin der Pfarrei St. Leodegar in Luzern. Sie hat im September zwei Predigten in der Hofkirche gehalten. «Wir dürfen nicht über Missstände oder Fehlverhalten hinwegsehen; wir dürfen nicht gleichgültig werden», sagt Nuber.
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