Das Kirchenparlament der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt stimmte einer Vertragsverlängerung der Seelsorge im Rotlichtmilieu für weitere drei Jahre mit grossem Mehr zu. Auch Massnahmen zur Bekämpfung des Missbrauchs ein Jahr nach der Pilotstudie waren ein Thema bei der Synode.
Mélanie Bonnard kämpft um Anerkennung als Missbrauchsbetroffene. Ein Priester der Abtei Saint-Maurice habe sie als Zwölfjährige missbraucht, sagt sie. Als Engagierte gegen Missbrauch in der Kirche ist sie Kandidatin für den diesjährigen Mut-Preis des Beobachters – als eine von fünf Kandidierenden.
Die Präsidentin der katholischen Organisation «Azione cattolica» im Tessin äussert sich erstmals zum Fall D.L. – und erklärt das bisherige Schweigen. Der Priester sei ein beliebter Mitarbeiter im Jugendbereich ihrer Organisation gewesen.
Das Resultat der Volkskonsultation im Bistum St. Gallen ist bekannt: 1305 Personen haben ihre Wünsche an den künftigen Bischof von St. Gallen geäussert. «Ein Bischof muss kein Übermensch sein». Dennoch muss er konkrete Reformen umsetzen.
Die Zeitung «La Regione» hat aufgedeckt, dass Bischof Valerio Lazzeri bereits 2021 von mutmasslichen sexuellen Übergriffen des inzwischen inhaftierten Priesters wusste. Das Bistum Lugano äussert Bedauern.
Ein Missbrauchsskandal in malaysischen Kinderheimen dominiert die Schlagzeilen in Malaysia. Der König des asiatischen Landes will entsprechenden Vorwürfen auf den Grund gehen.
Stefan Loppacher, Karin Iten und Ute Spiekermann haben eine neue Fachstelle zur Prävention von Machtmissbrauch gegründet und leiten diese auch. Die drei Präventionsfachleute mit Kirchenerfahrung kennen sich bestens aus im Thema. Machtmissbrauch finde dort am einfachsten statt, wo Not oder Sehnsucht bestehen, teilen sie auf der Website mit.
Die Kirchenrechtlerin Patrizia Cattaneo engagiert sich für Missbrauchsopfer im Bistum Lugano. Die Verhaftung von D.L. habe Schock, Enttäuschung und Wut ausgelöst, sagt sie. Gerade weil der Mann als Hoffnungsträger galt. Bischof Alain de Raemys Vorgehen lobt sie.
Die letzte Runde der Weltsynode in Rom will Papst Franziskus mit einem öffentlichen Bussakt starten. Dies wegen der Verfehlungen der Kirche gegenüber den Schutzlosen, insbesondere im Umgang mit sexuellem Missbrauch.
Die konvertierte Katholikin Sara Kissling hat fünf Jahre im Kloster Mariazell Wurmsbach gelebt. Nun wirft sie den Ordensfrauen «spirituellen Machtmissbrauch» vor. Die Kommunikationsverantwortliche sagt, das Kloster nehme Rückmeldungen ernst.
‹›