Tessiner Priester Don L. bleibt im Gefängnis
Der Tessiner Priester Don L. bleibt vorläufig in Haft. Der Richter für Zwangsmassnahmen, Paolo Bordoli, hat dem Antrag von Staatsanwältin Valentina Tuoni stattgegeben, die Sicherungsverwahrung zu verlängern.
Der Priester war am 7. August verhaftet worden, einen Tag nachdem er mit einer Gruppe von Jugendlichen von einer Pilgerreise nach Medjugorje zurückgekehrt war. Er wird der der sexuellen Nötigung, der Pornographie und der sexuellen Handlungen mit Kindern, urteilsunfähigen oder widerstandsunfähigen Personen beschuldigt.
Dem Apostolischen Administrator, Weihbischof Alain de Raemy, war der Fall bereits im April gemeldet worden. Trotzdem liess man den Priester weiterhin im kritischen Umfeld mit Jugendlichen arbeiten. Die Diözese argumentierte, dies sei auf Wunsch der staatlichen Ermittlungsbehörden geschehen. Diese habe befürchtet, Don L. könnte durch kirchliche Sofortmassnahmen gewarnt werden und die Ermittlungen behindern.
Der Ermittlungsrichter beabsichtigt nun aber, den Verdacht auf ein Verbrechen weiter zu untersuchen. Dies wird sowohl durch die Analyse des bei dem Priester beschlagnahmten Materials als auch durch die Befragung anderer Personen geschehen, die möglicherweise Kenntnis von dem Sachverhalt haben. Der vorherige Antrag ist am Montag, den 7. Oktober, abgelaufen. Der Pfarrer muss noch mindestens sechs Wochen, also bis Mitte November, in Untersuchungshaft bleiben. (kath.ch/catt.ch)
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