Jean-Marie Lovey (74) deutet Konflikte innerhalb der Kirche als Aufruf zu einer ständigen Bekehrung. Der Walliser bekennt, er sei sehr ratlos gewesen damals, als ihn der Papst für das Amt des Bischofs auswählte. Vor zehn Jahren wurde Lovey zum Bischof von Sitten geweiht.
Die Schatten der Vergangenheit holen die katholische Kirche auch in Belgien ein. Missbrauchsskandal und Zwangsadoptionen unehelicher Kinder gehören dazu. In Brüssel sprach der Papst beides offen an – und appellierte zudem an den Weltfrieden.
Chorherr Gilles Roduit hat sein Amt als Pfarrer niedergelegt – weil er im Zusammenhang mit der Untersuchung alter Missbrauchsfälle und der Wiederaufnahme seiner Priestertätigkeit immer wieder angefeindet wurde. Nun haben das Bistum Sitten und die Abtei St. Maurice seine Demission bestätigt und kommentiert.
Der Walliser Chorherr Gilles Roduit gibt sein Amt als Pfarrer ab. Er war mit Vorwürfen wegen sexuellen Übergriffen konfrontiert.
Beobachter haben sich gewundert: Obschon die katholische Kirche in Belgien auf dem Rückzug ist, waren die Tickets für die Messe mit Papst Franziskus innert Kürze vergriffen. Doch es gibt auch Kritik am bevorstehenden Besuch des Kirchenoberhauptes. Ein geplantes Treffen mit Missbrauchsbetroffenen stösst auf Kritik.
Das Kirchenparlament der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt stimmte einer Vertragsverlängerung der Seelsorge im Rotlichtmilieu für weitere drei Jahre mit grossem Mehr zu. Auch Massnahmen zur Bekämpfung des Missbrauchs ein Jahr nach der Pilotstudie waren ein Thema bei der Synode.
Mélanie Bonnard kämpft um Anerkennung als Missbrauchsbetroffene. Ein Priester der Abtei Saint-Maurice habe sie als Zwölfjährige missbraucht, sagt sie. Als Engagierte gegen Missbrauch in der Kirche ist sie Kandidatin für den diesjährigen Mut-Preis des Beobachters – als eine von fünf Kandidierenden.
Die Präsidentin der katholischen Organisation «Azione cattolica» im Tessin äussert sich erstmals zum Fall D.L. – und erklärt das bisherige Schweigen. Der Priester sei ein beliebter Mitarbeiter im Jugendbereich ihrer Organisation gewesen.
Das Resultat der Volkskonsultation im Bistum St. Gallen ist bekannt: 1305 Personen haben ihre Wünsche an den künftigen Bischof von St. Gallen geäussert. «Ein Bischof muss kein Übermensch sein». Dennoch muss er konkrete Reformen umsetzen.
Die Zeitung «La Regione» hat aufgedeckt, dass Bischof Valerio Lazzeri bereits 2021 von mutmasslichen sexuellen Übergriffen des inzwischen inhaftierten Priesters wusste. Das Bistum Lugano äussert Bedauern.
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