Seit der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch arbeiten Kanton und Kirche in Zürich bei der Prävention eng zusammen. Eine Umfrage des Kantons hat nun Verbesserungspotential bei der Personalführung aufzeigt. 35 Prozent der Befragten wissen nicht, welche Tätigkeiten risikoanfällig sind.
«Operation Kelch» – so hiess eine spektakuläre Polizei-Razzia gegen Belgiens Bischöfe 2010. Jahrelange Ermittlungen um Missbrauchsskandale folgten. Nun ist klar: Es wird keinen weiteren Prozess in der Sache geben.
Gegen den ehemaligen Erzbischof von Lima gibt es Missbrauchsvorwürfe. Nun werden Forderungen an den Bürgermeister der peruanischen Hauptstadt laut, er solle eine erst im Januar verliehene Verdienstmedaille zurückfordern.
Nach der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch beschlossen die Schweizer Bischöfe, ein nationales kirchliches Straf- und Disziplinargericht zu errichten. Noch sind viele Fragen offen. Zurzeit erarbeiten Fachleute unter der Leitung des Churer Bischofs Joseph Maria Bonnemain die Rechtsgrundlage.
Kurz vor dem Super-Bowl-Finale in New Orleans erschüttern geleakte E-Mails das NFL-Team der US-Metropole. Die «Saints» sollen dem Erzbischof auf fragwürdige Weise geholfen haben – in einer heiklen Angelegenheit.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Betroffenenorganisation IG-M!kU kritisieren das Bistum Basel für seinen Umgang mit der Ehrendomherr-Verleihung an einen ehemaligen Offizial. Der Mann habe in einem Missbrauchsfall Fehler gemacht. Das Bistum zeige zu wenig Sensibilität.
Ende Februar hätte ein scheidender Domherr des Bistums Basel feierlich zum Ehrendomherrn ernannt werden sollen. Ehrendomherr ist er bereits, aber zur Feier in der Kathedrale Solothurn kommt es nicht.
Am Ende war der Druck zu gross. John Perumbalath, bislang anglikanischer Bischof von Liverpool, hat seinen Rücktritt mitgeteilt. Gleichzeitig wies er die Anschuldigungen sexueller Nötigung vehement zurück.
Die katholische Kirche hat am Mittwoch über den neusten Stand der Massnahmen gegen Missbrauch und Vertuschung sowie zur Unterstützung von Opfern informiert. Betroffenenorganisationen zeigen sich «sehr zufrieden». Die getroffenen Massnahmen seien ein «solides Fundament», das nun rasch umgesetzt werden müsse.
Die katholische Kirche der Schweiz informiert über den neusten Stand der Massnahmen gegen Missbrauch und dessen Vertuschung sowie zur professionellen Unterstützung von Opfern. Massnahmen im Personalwesen, die das Risiko von Übergriffen reduzieren sollen, sind aufgegleist. Bereits umgesetzt ist eine von der Kirche unabhängige Opferberatung.
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