Im vergangenen Jahr gab es erstmals Missbrauchsvorwürfe gegen Abbé Pierre (1912-2007), die einstige nationale Ikone Frankreichs. Ein neuer Bericht enthüllt nun weitere Vorwürfe.
Der emeritierte Weihbischof von Chur, Marian Eleganti, nimmt Stellung zu Missbrauchsvorwürfen gegen die Gemeinschaft «Familie Mariens». Er hat zwölf Jahre darin gelebt und sagt jetzt: «Ich habe das Problem immer nur bei den Gründervätern gesehen.»
Künftig müssen Priesteramtskandidaten in der katholischen Kirche psychologische Eignungstests ablegen, um ihre Befähigung für die Seelsorge unter Beweis zu stellen. Und auch, um potentielle Missbrauchstäter auszuschliessen. Simon Spengler von der Zürcher Kantonalkirche befürwortet diese «Psychotests», stellt aber klar, dass diese keine hundertprozentige Sicherheit garantieren können.
Fast 15 Jahre lebte François Robert (Name geändert) in der geistlichen Gemeinschaft «Familie Mariens», die auch in der Schweiz präsent ist. Deren Mitgründer Gebhard Paul Maria Sigl (75) wurde im November wegen geistlichen und psychologischen Missbrauchs von einem Kirchengericht verurteilt. Die «Familie Mariens» steht zudem unter Aufsicht. Doch die Massnahmen Roms genügen nicht, finden François Robert und weitere ehemalige Anhänger.
Der «Corriere del Ticino» hat in einem Bericht einen Priester mit Namen genannt, der vor Jahren wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Das sei gerechtfertigt, urteilt der Schweizer Presserat. Es gelte, Transparenz zu schaffen, um ähnliche Taten zu verhindern.
Die Kirche von England kommt nicht zur Ruhe. Nach Veröffentlichung eines belastenden Untersuchungsberichts Anfang November stehen inzwischen mehrere anglikanische Bischöfe unter Druck.
Die katholische Kirche Schweiz erhält neu eine «Nationale Dienstelle Missbrauch im kirchlichen Kontext» mit Sitz in Zürich. Dafür werden ab Neujahr neben Stefan Loppacher neu zwei Frauen arbeiten, darunter die Spezialistin für Prävention und Strafvollzug Annegret Schär.
Alain de Raemy hat kein persönliches Rüge-Schreiben aus dem Vatikan erhalten und erwartet auch keines. Das teilt das Bistum Lugano mit. De Raemy ist einer der sechs Schweizer Bischöfe, die der Vatikan in einem Schreiben an die Bischofskonferenz für ihren Umgang mit Missbrauchsfällen gerügt hatte.
Jahrhundertelang hat die Kirche Missstände vertuscht – insbesondere in Sachen Missbrauch. Deshalb brauche es nun Transparenz, hat jüngst der neu gewählte Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Charles Morerod, in einem Interview mit kath.ch gefordert. Ist diese Transparenz denn bei allen Bischöfen angekommen? Medienbischof Josef Stübi nimmt Stellung. Kurz.
Ein Priester und Mönch hat 2022 eine Aargauer Kirchenpflegerin in einem Streit umgestossen und so verletzt. Er wurde umgehend entlassen. Trotz Strafbefehl betreffend Körperverletzung und Tätlichkeit arbeitet der Mann in einer anderen Pfarrei. Wie ist das möglich?
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