Bistum Basel verzichtet auf Feier des Ehrendomherrn
Ende Februar hätte ein scheidender Domherr des Bistums Basel feierlich zum Ehrendomherrn ernannt werden sollen. Ehrendomherr ist er bereits, aber zur Feier in der Kathedrale Solothurn kommt es nicht.
Regula Pfeifer
In der Agenda des Bistums Basels steht nun nichts mehr von einer Feier für den neuen Ehrendomherrn am 26. Februar. Diese hätte anlässlich der Domherreninstallation in der Kathedrale Solothurn stattgefunden.
Stattdessen ist nun am besagten Datum nur von der Installation eines Domherrn sowie eines Domdekans die Rede, welche in der Bistumskathedrale erfolgen wird. Darauf hingewiesen hat bereits das «Pfarrblatt Bern».
«Automatisch Ehrendomherr»
Auf Nachfrage erklärt die Kommunikationsverantwortliche Barbara Melzl gegenüber kath.ch: «Wie bekannt, wird ein Domherr im Bistum Basel bei seinem Ausscheiden aus dem Domkapitel offiziell Ehrendomherr. Der erwähnte Domherr sei per 31. Dezember 2024 aus dem Domkapitel ausgeschieden und somit bereits «automatisch» Ehrendomherr. «Aus diesem Grund wird auf eine nachträgliche Feier im Rahmen der Domherreninstallation verzichtet», so Melzl.
Ob das der einzige Grund ist, ist fraglich. Immerhin hat die Ankündigung der «Ehrendomherrn»-Feier bereits im letzten August für mediales Aufsehen gesorgt. Denn der «Beobachter» hatte bereits 2023 aufgedeckt, dass der betreffende Kirchenmann als Offizial in einem Missbrauchsfall falsch gehandelt hatte.
Verzicht-Forderungen
Auf Kritik seitens der Medien hin blieb das Bistum bei seiner Aussage, dass ein bisheriger Domherr quasi automatisch zum Ehrendomherrn werde. Das stehe so in den Statuten. Allerdings äusserten kritische Stimmen Zweifel an diesem Automatismus und forderten den Bischof zu einem Verzicht auf.
Nun verzichtet das Bistum Basel also zwar auf eine öffentliche Feier für den neuen Ehrendomherrn, aber nicht auf die Titelvergabe. Wie gut das bei den Gläubigen ankommt, wird sich zeigen.
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