Kurz vor dem Super-Bowl-Finale in New Orleans erschüttern geleakte E-Mails das NFL-Team der US-Metropole. Die «Saints» sollen dem Erzbischof auf fragwürdige Weise geholfen haben – in einer heiklen Angelegenheit.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Betroffenenorganisation IG-M!kU kritisieren das Bistum Basel für seinen Umgang mit der Ehrendomherr-Verleihung an einen ehemaligen Offizial. Der Mann habe in einem Missbrauchsfall Fehler gemacht. Das Bistum zeige zu wenig Sensibilität.
Ende Februar hätte ein scheidender Domherr des Bistums Basel feierlich zum Ehrendomherrn ernannt werden sollen. Ehrendomherr ist er bereits, aber zur Feier in der Kathedrale Solothurn kommt es nicht.
Am Ende war der Druck zu gross. John Perumbalath, bislang anglikanischer Bischof von Liverpool, hat seinen Rücktritt mitgeteilt. Gleichzeitig wies er die Anschuldigungen sexueller Nötigung vehement zurück.
Die katholische Kirche hat am Mittwoch über den neusten Stand der Massnahmen gegen Missbrauch und Vertuschung sowie zur Unterstützung von Opfern informiert. Betroffenenorganisationen zeigen sich «sehr zufrieden». Die getroffenen Massnahmen seien ein «solides Fundament», das nun rasch umgesetzt werden müsse.
Die katholische Kirche der Schweiz informiert über den neusten Stand der Massnahmen gegen Missbrauch und dessen Vertuschung sowie zur professionellen Unterstützung von Opfern. Massnahmen im Personalwesen, die das Risiko von Übergriffen reduzieren sollen, sind aufgegleist. Bereits umgesetzt ist eine von der Kirche unabhängige Opferberatung.
Kein Skandal erschütterte die Kirche in Polen zuletzt mehr: Ein männlicher Prostituierter wurde auf der Feier eines Priesters ohnmächtig. Medizinische Hilfe erhielt er zunächst nicht. Der Vatikan zieht Konsequenzen.
Der Rhythmus der Missbrauchsmeldungen im Bistum Basel schwächt sich ab. Das zeigen neuste Zahlen. Vorwärts geht es mit der Bearbeitung, den kanonischen Voruntersuchungen und den Strafverfahren zu den gemeldeten Fällen.
Im letzten Jahr musste die katholische Gemeinschaft «Sodalicio» zehn Mitglieder entlassen, und der Vatikan schloss ihren Gründer wegen Missbrauchsvorwürfen aus der Gemeinschaft aus. Nun ist definitiv Schluss mit der Gemeinschaft.
Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche Italiens steht noch am Anfang. Nun hat das Bistum Bozen-Brixen als erste Diözese «Mut zum Hinsehen» bewiesen – und eine erste Studie vorgelegt.
‹›