Können Bischöfe zusammen mit Klerikern, Laiinnen und Laien auf Bistumsebene einen Synodalen Rat schaffen? Nein, sagt Rom. Vielmehr sollten bestehende diözesane Gremien wie der Priesterrat oder der Pastoralrat synodaler werden.
Viele Katholiken treten aus der Kirche aus. Die deutschen Bischöfe wollen das verlorene Vertrauen zurückgewinnen und setzen auf Reformen. Doch damit riskieren sie einen schweren Konflikt mit dem Vatikan – und auch untereinander.
Vier Frauen behaupten, der Synodale Weg treibe die katholische Kirche in Deutschland «ins Abseits von der Universalkirche». Deshalb legen Katharina Westerhorstmann, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Dorothea Schmidt und Marianne Schlosser ihr Mandat nieder und werden im März nicht nach Frankfurt reisen.
Der Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich ist beim weltweiten synodalen Prozess der katholischen Kirche eine Schlüsselfigur. In einem kleinen Land lerne man sich früh anpassen, sagt er. Er zeigt sich erleichtert, dass die Debatte in Prag nicht schärfer geführt wurde.
Der Vatikan hat sich gegen die Schaffung eines gesamtdeutschen Synodalen Rates ausgesprochen. Doch die Diözesanräte in Deutschland wollen am geplanten Ausbau synodaler Strukturen festhalten.
Neues Stoppsignal aus Rom: Der Vatikan sagt Nein zu einem der Kernelemente des Reformprojekts Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland. Die Mehrheit der Bischöfe und Laien will trotzdem weitermachen.
Der Streit über eine Modernisierung der katholischen Kirche in Deutschland hat sich durch einen am Montagabend veröffentlichten Brief aus Rom zugespitzt. Der Vatikan erteilt darin der geplanten Einrichtung eines Synodalen Rates, in dem Bischöfe von Laien überstimmt werden könnten, eine klare Absage. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Fakten.
Rom lehnt die Errichtung eines Synodalen Rates in Deutschland ab. «Meines Erachtens geht es hier um das wenig überraschende Aus für das, was mit dem Synodalen Rat und dem Synodalen Ausschuss geplant ist», sagt dazu der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke.
Der in der katholischen Kirche eingeleitete synodale Prozess wirft viele Fragen auf. Der Pastoraltheologe François-Xavier Amherdt setzt auf den Erfolg des Weges und wünscht sich, dass dieser in ein Drittes Vatikanisches Konzil mündet. Das Konzil könnte strittige Fragen lösen.
Daniel Kosch hat am Samstagmorgen seine «Überlegungen eines Beobachters aus der Schweiz zum Synodalen Weg» an der deutschen Synodalversammlung in Frankfurt vorgetragen. In der Schweiz sei «so etwas wie Neid spürbar», sagte er und erklärte, weshalb ein solch nationales Vorgehen hierzulande nicht möglich wäre. Hier der Redetext im Original.
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