Bei der Vollversammlung des Synodalen Wegs macht sich unter Teilnehmerinnen am innerkirchlichen Reformdialog Ernüchterung breit. Das habe vor allem mit den Personalentscheidungen von Papst Franziskus zu den Erzbistümern Hamburg und Köln zu tun, sagte die Ordensfrau und Buchautorin Philippa Rath am Freitag vor Journalisten in Frankfurt.
Begleitet von Demonstrationen für Reformen in der katholischen Kirche hat am Donnerstagnachmittag in Frankfurt die Vollversammlung des Synodalen Wegs begonnen. Bis Samstag wollen die 212 anwesenden Synodalen unter anderem über die Themen Macht, Zölibat, Sexualmoral und über die Rolle der Frauen in der Kirche reden.
Der ehemalige Churer Generalvikar Martin Grichting findet, beim Synodalen Weg in Deutschland gehe es nur vordergründig um Theologie: «Letztlich aber ist es der Versuch, die Mehrheitsfähigkeit der Kirche zu erhalten – und damit ihre finanziellen Privilegien», ist der Zeitung «Die Welt» zu entnehmen.
Zwischen Reformdruck von Teilen der Basis und römischen Warnungen vor Sonderwegen tagen die deutschen Bischöfe in Fulda. Entsprechend markant sind die Ansagen.
Von Donnerstag bis Samstag nächster Woche tagt in Frankfurt die Vollversammlung des katholischen Reformprojekts Synodaler Weg. Nach einer pandemiebedingten Pause von eineinhalb Jahren sollen die 230 Teilnehmer jetzt erstmals an Beschlüssen arbeiten.
Der Wiener Theologe Paul Zulehner (80) hat den Synodalen Weg als «mutig und gut» gelobt. Für ihn steht fest, dass ein «strukturelle Kryptoklerikalismus» in der Kirche überwunden werden müsse.
Mit seinem Nazi-Vergleich zum Reformdialog Synodaler Weg stösst der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller auf Kritik von Bischöfen und Laien.
Kardinal Reinhard Marx hat den Papst bei einem Treffen in Rom über die erste Synodalversammlung der katholischen Kirche Deutschlands informiert.
Weihbischof Alain de Raemy war als Beobachter an der ersten Synodalversammlung in Deutschland. Im Interview erinnert er daran, dass ein lebendiger Glaube möglich ist, auch wenn in der Kirche unschöne Dinge passiert sind.
Die erste Vollversammlung zum Synodalen Weg in Deutschland wurde per Live-Stream übertragen. Ein mutiger Schritt in Richtung Transparenz, findet kath.ch-Redaktionsleiterin Sylvia Stam in ihrem Kommentar.
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