Auf Einladung der Katholischen Universitätsgemeinde Basel sprach Bischof Felix Gmür über seine Erfahrungen an der Weltsynode. Die Veranstaltung zog ein Publikum an, das von Anhängern der Piusbrüderschaft bis zu liberalen Katholiken in der LGBTQ-Szene reichte.
«Fakten schaffen statt ewig warten!» – das fordern reformorientierte Katholikinnen und Katholiken in Deutschland in einem dringlichen Appell an Bischöfe, Priester und «alle Gläubigen, die sich trotz allem engagieren». Die Weltsynode habe die entscheidenden Reformthemen ausgespart.
Synodaler ja, basisdemokratisch nein. Bischof Felix Gmür möchte nicht wie ein Politiker alle vier Jahre vom Kirchenvolk gewählt werden. Warum, das erklärt er im Podcast «Laut + Leis».
Vier deutsche Bischöfe sehen Differenzen zwischen den Zielen der Weltsynode und der Reformdebatte in Deutschland. Geistliche Unterscheidung und gegenseitiges vertrauensvolles Hören habe es beim deutschen Reformweg kaum gegeben, kritisieren Woelki, Voderholzer, Oster und Hanke in einer Erklärung.
Nach der Weltsynode haben sich deutsche Bischöfe überlegt, wie es nun weitergeht in Sachen Reformprozess. Bischof Bertram Meier vom Bistum Augsburg erkennt einen «Hoffnungsstreif am Horizont».
Die Weltsynode hat für Euphorie gesorgt. Walter Ludin warnt in seinem Gastkommentar davor, nicht die gleichen Fehler zu machen, wie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Es gelte, kirchenrechtliche Konsequenzen aus den Dokumenten zu ziehen.
Die Weltsynode ist zu Ende, der synodale Weg steht jedoch erst am Anfang. Jetzt gilt es, das Miteinander in den Ortskirchen einzuüben. Das sieht das explizit vom Papst approbierte Schlussdokument vor.
Auf der Weltsynode wurde über vieles diskutiert. Der Reformbedarf in der Kirche ist erkannt und wurde offen angesprochen. Umso mehr ist die Kirche in der Schweiz nun gefordert, die «weichen» Formulierungen des Synodendokuments in den konkreten kirchlichen Alltag auszubuchstabieren.
Die Krisen der Kirche werfen wichtige Glaubensfragen auf. Sind unsere kirchlichen Strukturen den aktuellen Herausforderungen der Evangelisierung angemessen? Für den Theologen und langjährigen RKZ-Generalsekretär Daniel Kosch hat der von Papst Franziskus angestrebte synodale Weg seine volle Berechtigung.
Rund 15 junge Frauen weltweit werden für das katholische Frauennetzwerk Catholic Women’s Council an der Weltsynode in Rom präsent sein. Sie planen eigene und gemeinsame Aktionen mit anderen Frauengruppierungen. Aus der Schweiz dabei ist die Zürcher Studentin Alina Erni.
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