Der Dokumentarfilm «Gottes missbrauchte Dienerinnen» enthüllt systematische sexuelle Ausbeutung von Ordensfrauen durch Priester weltweit. Auch über Odensleute in der Schweizer wird gesprochen.
Die Allianz «Es reicht!» anerkennt die ersten Schritte zur Bekämpfung des Missbrauchs in der Kirche – sowohl in Rom als auch in der Schweiz. Sie ortet aber weiterhin grossen Handlungsbedarf.
Bei sexuellen Übergriffen im kirchlichen Umfeld gilt ab März auch für Fälle mit erwachsenen Opfern eine Anzeigepflicht. Die Schweizer Bischöfe geben zudem der Prävention sehr hohe Aufmerksamkeit.
Die Anliegen der Synode des Kantons Thurgau zur Missbrauchsbekämpfung wurden im Anti-Missbrauchsgipfel vorgetragen, hält Synoden-Präsident, Dominik Diezi, fest. Bei der Beseitigung der strukturellen Ursachen des Missbrauchs macht er jedoch keine wirklichen Fortschritte aus.
Die Debatte um Missbrauch in der Kirche wird sich auch auf das kirchliche Strafrecht auswirken. Das Kirchenrecht habe sich in letzter Zeit stark verändert, sagt der Experte. Gefragt seien aber auch konkrete Ausführungsbestimmungen.
An der vielbeachteten Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan sind viele Worte gefallen. Für die beiden Sachverständigen zum Thema Missbrauch der Schweizer Bischofskonferenz, Toni Brühlmann und Joseph Bonnemain, bleibt aber noch zu vieles vage. In ihrem nach eigener Aussage verfrühten Kommentar listen sie auf, was noch getan werden muss.
Nach dem 24. Februar kann keiner in der katholischen Kirche mehr behaupten, Missbrauch gehe ihn nichts an. Das wesentliche Ergebnis des Gipfeltreffens ist vielen viel zu wenig. Geplante Massnahmen müssen sich erweisen.
Der Aufruf von Papst Franziskus zum «Mentalitätswechsel» genügt nicht, schreibt Charles Martig in seinem Kommentar. Jetzt braucht es weltweit griffige Massnahmen, um die Null-Toleranz zu verwirklichen.
Papst Franziskus hat die Kirche zum kompromisslosen Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen aufgerufen: «Kein Missbrauch darf jemals mehr vertuscht werden, wie dies in der Vergangenheit üblich war.»
Zum Abschluss des Anti-Missbrauchsgipfels hat der Vatikan weitere konkrete Massnahmen bekanntgegeben. So soll es in Kürze einen Papst-Erlass «zum Schutz von Minderjährigen und schutzbefohlenen Personen» geben.
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