Papst Franziskus wird während des Weltjugendtags in Lissabon Missbrauchsbetroffene treffen. Um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen, würden Ort und Zeit im Vorfeld nicht bekanntgegeben. In Portugal sind zwischen 1950 und 2022 fast 5000 Personen innerhalb der Kirche sexuell missbraucht wurden.
Um die Vernichtung von Dokumenten aus dem Besitz des Trierer Priesters Edmund Dillinger geht es am Freitag in einer Sondersitzung des Justizausschusses im saarländischen Landtag. Ziel ist es, die Hintergründe und Verantwortlichkeiten des Vorgangs aufzuklären, wie die Sprecherin der SPD-Fraktion auf Anfrage mitteilte.
Der 2022 verstorbene Trierer Priester Edmund Dillinger steht im Verdacht, zahlreiche junge Menschen missbraucht zu haben. Fotos und Unterlagen aus seinem Besitz könnten bei der Aufklärung helfen. Doch ein Teil der Dokumente wurde nun vernichtet, was auch kirchenintern für Kritik sorgt.
Der deutsche Kirchenrechtler Norbert Lüdecke sieht die katholische Kirche in Deutschland nicht von Insolvenz bedroht. Grund: die Kirchensteuern fliessen in Deutschland «noch sehr üppig».
Im Missbrauchsfall um den Trierer Priester Edmund Dillinger hat die saarländische Polizei offenbar Material wie Tagebücher und Briefe verbrannt. Nur «ein paar Dokumente» seien ihm wieder ausgehändigt worden, sagte der Neffe.
Der frisch gewählte Zürcher Synodalratspräsident, Raphael Meyer, sagt: Die Missbrauchsproblematik der Kirche ist in aller Munde. Deshalb müsse die Kantonalkirche alle Mittel zur Prävention ergreifen, auch den Verhaltenskodex.
Einem Missbrauchopfer wurde kürzlich eine Schmerzensgeldsumme von 300'000 Euro zugesprochen. Nun hat eine weitere Betroffene das Erzbistum Köln auf Schmerzensgeld verklagt. Auf die Bistümer könnte eine Klagewelle kommen.
Einem Priester wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Obwohl die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt und der Vatikan seine Kündigung für ungültig erklärt, halten Kantonalkirche und Bistum an ihr fest. Jetzt lehnen sich die Pfarreien auf. Sie suchen nach Wegen, um ihren Priester zu halten.
Der Mainzer Erzbischof Peter Kohlgraf glaubt, dass künftig auch Kirchensteuermittel für Schmerzensgeldzahlungen an Missbrauchsopfer genutzt werden müssen. Der Hintergrund ist das Kölner Urteil in Höhe von 300.000 Euro. Ähnlich hohe Wiedergutmachungszahlungen seien künftig zu erwarten.
Das Gericht in Genf hat den Schweizer Islamwissenschaftler im Mai vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Nun muss er sich in Paris wegen Vergewaltigungsvorwürfe von vier Frauen verantworten. Die Taten sollen sich zwischen 2009 und 2016 ereignet haben.
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