Mit einer Messe im Petersdom ist am Sonntag im Vatikan die Bischofssynode zu Jugendthemen zu Ende gegangen. In seiner Predigt bat Papst Franziskus die Jugendlichen um Entschuldigung dafür, dass die Kirche ihnen oft nicht zugehört habe.
An der Synode hätten die Jugendlichen ihre Spuren eindeutig hinterlassen, stellt Alain der Raemy an der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz in Rom fest. «Sie erinnerten uns daran, dass wir von Jesus ausgehen mussten, um zu Jesus zu gelangen.»
Mit dem Bekenntnis zu einer stärkeren Öffnung für Laien ist die im Vatikan tagende Bischofssynode zur Jugend zu Ende gegangen. Um glaubwürdig zu sein, sei eine Kirchenreform nötig, erklärten die rund 270 teilnehmenden Bischöfe.
Im Video von kath.ch betonte der Wiener Kardinal das gemeinsame Hinhören als wichtige Erfahrung an der zu Ende gehenden Jugendsynode in Rom. Bei den Jugendlichen gehe es um die Frage: «Wo willst du hin in deinem Leben?».
Thomas Andonie war der einzige deutschsprachige «Laie», der als Auditor an der Bischofssynode zur Jugend teilnehmen konnte. Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) spricht über die Eindrücke, die er von der Synode mit nach Hause nimmt.
Die an der Jugendsynode im Vatikan beteiligten jungen Katholiken haben sich in einem Brief an Papst Franziskus für ihre Erfahrung bedankt.
«Es besteht eine starke Bereitschaft der Bischöfe, voranzukommen, der Jugend näher zu kommen», versichert Alois Löser, Prior der Ökumenischen Gemeinschaft Taizé kurz vor Abschluss der Synode über die Jugend am 28. Oktober.
Mit dem Instrument einer Vorsynode habe Papst Franziskus die Beteiligung anderer Personengruppen, vor allem der Betroffenen, aber schon verbessert, so der österreichische Kardinal.
Laut der neuen Vatikan-Statistik war ein Tweet des Papstes vom 24. Oktober zur Synode über die Jugend besonders erfolgreich. Die über den neunsprachigen Account des Kirchenoberhaupts verbreitete Nachricht erreichte mehr als 50 Millionen Menschen.
Am Sonntag endet die Bischofssynode zur Jugend im Vatikan. Was im Schlussdokument wichtig ist und was er sich von der Versammlung erhofft, erzählt der Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy (59), Weihbischof des Bistums Lausanne-Genf-Fribourg, im Interview.
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