Die Bischofssynode zur Jugend befasst sich seit diesem Dienstag mit dem Schlussdokument. Der Entwurf hat am Morgen «viel Applaus» erhalten.
Die Weltbischofssynode zur Jugend geht in die letzte Runde. Am kommenden Dienstag wird der Entwurf des Schlussdokuments der Synode im Vatikan präsentiert. Am Samstag wird über das endgültige Schlussdokument abgestimmt.
Das Schlussdokument der Jugendsynode könne «nicht ohne ein klares Wort über das Drama des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen beginnen». Dies erklärten die deutschsprachigen Teilnehmer des Weltbischoftreffens am Samstag vor ihren Kollegen.
Die vier jugendlichen Gewinner des Youtube-Wettbewerbs «underkath» haben eine Reise nach Rom gewonnen. Hier konnten sie mit Teilnehmern der Jugendsynode über ihre Ansichten und Anliegen sprechen. Die Bischöfe zeigten sich beeindruckt.
Alain de Raemy will eine Kirche, die näher bei den jungen Menschen ist. Am Donnerstag hat der Schweizer Weihbischof an der Synode in Rom die Schaffung eines Päpstlichen Jugendrates gefordert.
Die Bischofssynode will zum Ende ihres Treffens einen Brief an junge Leute veröffentlichen. Der Brief soll von acht Synodenteilnehmern aus verschiedenen Weltregionen erarbeitet werden, darunter Alois Löser, Prior von Taizé.
In der zweiten Woche der Jugendsynode haben sich die Teilnehmer vor allem damit befasst, wie und durch wen Menschen bei wichtigen Lebensentscheidungen begleitet werden können.
Aus Sicht deutschsprachiger Synodenteilnehmer muss die katholische Kirche sowohl Berufungen wie Begleitung junger Menschen differenzierter verstehen. Wer Menschen begleite, solle für sich selber eine Supervision wählen.
Die bei der Bischofssynode in Rom vertretenen Ordensfrauen rechnen mit mehr Mitsprache von Frauen in der katholischen Kirche. In der Schweiz unterstützen derweil die Benediktinerinnen des Klosters Fahr eine Petition, die verlangt, dass auch Frauen an Synoden mitbestimmen dürfen.
Die Stimmung an der Jugendsynode wird als gut wahrgenommen. Junge Zuhörerinnen und Zuhörer reagieren deutlich auf die eingebrachten Voten. Angeregt wurden ständige Beratungsgremien von Jugendlichen und Frauen für die Kirchenleitung.
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