Der Wiener Theologe Paul Zulehner will in der Kirche mehr «Leidenschaft für die Welt» sehen. Die aktuelle Krisen-Lage erfordere mehr «Weltzugewandtheit» und weniger Selbstbeschäftigung. Er verweist damit kritisch auf die Synode im Vatikan. Er hält aber auch einen «sensationellen Erfolg» für möglich.
Detlef Pollack kritisiert Papst Franziskus. «Religionen können Konflikte anheizen, sind aber auch in der Lage, zwischen verfeindeten oder sogar Kriegsparteien zu vermitteln». Jede Religionsgemeinschaft müsse sich kritisch fragen, inwieweit sie selbst zur Verschärfung von Konflikten beiträgt.
Papst Franziskus hat bei der ersten Sitzung der Weltsynode über Synodalität gesagt, dass die Synode kein Treffen von Freunden ist, um Probleme zu lösen. Vielmehr will er den Heiligen Geist wirken lassen. «Die Kirche steht in einer schweren Krise und der Chef will über Stilfragen reden. Das ist kurzsichtig», meint Charles Martig im Kommentar zur Synodeneröffnung.
Am Tag des Heiligen Franz von Assisi hat Papst Franziskus die Synode 2023 eröffnet. Er will eine Kirche, die für alle offen ist. Aber er wehrt sich auch gegen Missverständnisse: «Die Synode ist kein Parlament», betonte er in seiner Predigt mehrmals. Statt Spaltungen in der Kirche will der Papst Gemeinschaft fördern.
Papst Franziskus sieht die Welt angesichts der Klimakrise an einem Wendepunkt. Er fordert die Menschheit in seinem Schreiben «Laudate Deum» zum Handeln auf. Dieses wurde am Mittwoch zum Schöpfungstag veröffentlicht.
Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) hat eine Medienmitteilung zur Eröffnung der Weltsynode veröffentlicht. Darin hält sie fest, dass unter den über 350 internationalen Vertreterinnen und Vertretern der römisch-katholischen Kirche wie schon an anderen Synoden auch Laien und Laiinnen teilnehmen werden. Erstmals jedoch mit Stimmrecht.
Am Montag hatte ein Dubia-Schreiben von fünf Kardinälen und die Antwort die Antwort von Papst Franziskus für Aufsehen gesorgt. Doch der Brief der Purpurträger war nicht die einzige Anfrage, die das Glaubensdikasterium in letzter Zeit beantwortet hat.
Der Walliser Emil Paul Tscherrig ist nun Kardinal. Auf dem Petersplatz gab es tobenden Applaus für die neuen Kardinäle. Bei der Kardinalsernennung forderte Papst Franziskus von den Amtsträgern Gehorsam und Teamgeist. Abspaltungen und Alleingänge dürfe es nicht geben.
Am kommenden Wochenende ist es so weit: Papst Franziskus kreiert am 30. September 2023 insgesamt 21 neue Kardinäle. Unter ihnen ist auch der Schweizer Erzbischof Emil Paul Tscherrig (76) aus Unterems im Wallis. Das veranlasst kath.ch, die zehn Kardinäle mit ihrem Lebensweg und Hintergrund kurz vorzustellen.
Papst Franziskus hat seine Forderungen nach einer neuen Migrationspolitik in Europa bekräftigt. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz betonte er am Mittwoch, das Mittelmeer verbinde Menschen, Kulturen und Religionen. Es dürfe weder zu einem Grab noch zu einem Ort der Konflikte werden.
‹›