Der Zürcher Synodalratspräsident Raphael Meyer setzt auf Aufklärung und Transparenz, um dem Missbrauchsskandal und dem Vertrauensverlust in die Kirche etwas entgegenzusetzen. Er zeigt sich überzeugt, dass «die Kirche die derzeitige Situation überdauern wird».
Seit der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch arbeiten Kanton und Kirche in Zürich bei der Prävention eng zusammen. Eine Umfrage des Kantons hat nun Verbesserungspotential bei der Personalführung aufzeigt. 35 Prozent der Befragten wissen nicht, welche Tätigkeiten risikoanfällig sind.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Betroffenenorganisation IG-M!kU kritisieren das Bistum Basel für seinen Umgang mit der Ehrendomherr-Verleihung an einen ehemaligen Offizial. Der Mann habe in einem Missbrauchsfall Fehler gemacht. Das Bistum zeige zu wenig Sensibilität.
Ende Februar hätte ein scheidender Domherr des Bistums Basel feierlich zum Ehrendomherrn ernannt werden sollen. Ehrendomherr ist er bereits, aber zur Feier in der Kathedrale Solothurn kommt es nicht.
Der Rhythmus der Missbrauchsmeldungen im Bistum Basel schwächt sich ab. Das zeigen neuste Zahlen. Vorwärts geht es mit der Bearbeitung, den kanonischen Voruntersuchungen und den Strafverfahren zu den gemeldeten Fällen.
Der emeritierte Weihbischof von Chur, Marian Eleganti, nimmt Stellung zu Missbrauchsvorwürfen gegen die Gemeinschaft «Familie Mariens». Er hat zwölf Jahre darin gelebt und sagt jetzt: «Ich habe das Problem immer nur bei den Gründervätern gesehen.»
Der «Corriere del Ticino» hat in einem Bericht einen Priester mit Namen genannt, der vor Jahren wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Das sei gerechtfertigt, urteilt der Schweizer Presserat. Es gelte, Transparenz zu schaffen, um ähnliche Taten zu verhindern.
Die katholische Kirche Schweiz erhält neu eine «Nationale Dienstelle Missbrauch im kirchlichen Kontext» mit Sitz in Zürich. Dafür werden ab Neujahr neben Stefan Loppacher neu zwei Frauen arbeiten, darunter die Spezialistin für Prävention und Strafvollzug Annegret Schär.
Alain de Raemy hat kein persönliches Rüge-Schreiben aus dem Vatikan erhalten und erwartet auch keines. Das teilt das Bistum Lugano mit. De Raemy ist einer der sechs Schweizer Bischöfe, die der Vatikan in einem Schreiben an die Bischofskonferenz für ihren Umgang mit Missbrauchsfällen gerügt hatte.
Ein Priester und Mönch hat 2022 eine Aargauer Kirchenpflegerin in einem Streit umgestossen und so verletzt. Er wurde umgehend entlassen. Trotz Strafbefehl betreffend Körperverletzung und Tätlichkeit arbeitet der Mann in einer anderen Pfarrei. Wie ist das möglich?
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