Heute tagt die nächste Synode. Und auch Basel muss sich der Missbrauchskrise stellen. Die Pfarrei Heiliggeist will vom Kirchenrat wissen, wie er die Missbrauchsproblematik angeht. Und sie fordert den Beitritt zur Allianz Gleichwürdig Katholisch.
Die ehemalige Spitalseelsorgerin berichtet in einer Erzählung von sexuellem Missbrauch. Der Täter soll der frühere Leiter der ökumenischen Gemeinschaft im Kloster Beinwil gewesen sein, das Opfer ein junger, drogenabhängiger Mann in dessen Obhut. Die Grundinformation stimme, sagt Häberling. Der ehemalige Basler Münsterpfarrer Franz Christ spricht von einer Andeutung, die er erhalten habe.
Die Missbrauchsvorwürfe an die Chorherren der Abtei Saint-Maurice VS haben weitere personelle Folgen: Der Bischof von Sitten und die Verantwortlichen der Abtei haben den Verantwortlichen des Pastoralsektors Saint-Maurice gebeten, in den Ausstand zu treten.
Die Bischöfe sollen das partnerschaftliche Leben von kirchlichen Mitarbeitenden als Privatsache betrachten. Herbert Gut ermuntert Felix Gmür, sich mit dieser Forderung der RKZ auseinanderzusetzen. Gmür habe in der aktuellen Krise die Chance, als Basler Bischof in die Geschichte einzugehen, der «viel Wertvolles» getan habe für die Kirche in Sachen Prävention und Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs, schreibt Gut in seinem Gastkommentar.
Für den Churer Bischof Joseph Bonnemain ist klar: Missbrauchsopfer haben das Recht, dass sich die Kirche «schonungslos» mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzt. Doch die Berichterstattung der Medien im Nachgang zur Publikation der Pilotstudie empfindet er als «einseitig».
Roland Jaquenoud gibt die Führung der Abtei Saint-Maurice wegen Missbrauchsvorwürfen nach nur zwei Monaten ab. Jaquenoud übernahm die Leitung der Abtei im September nachdem Abt Jean César Scarcella sein Amt, ebenfalls wegen Missbrauchsvorwürfen, ruhen lassen musste. Das Kapitel von Saint-Maurice hat den Vatikan um Entsendung eines apostolischen Administrators gebeten, der die Abtei führen soll.
Die St. Galler Kollegiumssession war ein Erfolg. An dieser wurde am Dienstag bekannt gegeben, dass künftig eine vierköpfige Arbeitsgruppe weitere Massnahmen gegen den sexuellen Missbrauch klären, bündeln, koordinieren und überwachen soll. Diese soll aus je zwei Mitgliedern des katholischen Konfessionsteils und Bistums St. Gallen bestehen.
Der Kanton Wallis hat den Chorherren Roland Jaquenoud von seiner Tätigkeit als Griechisch- und Lateinlehrer am Gymnasium suspendiert. Dies als Vorsichtsmassnahme, wie Jean-Philippe Lonfat, Vorsteher der kantonalen Dienststelle für Unterrichtswesen, ausführt. Gegen Jaquenoud sind am Sonntagabend Missbrauchsvorwürfe öffentlich bekannt geworden.
Die Walliser Abtei Saint-Maurice reagiert auf die Missbrauchsvorwürfe, die gegen neun ihrer Chorherren in der Sendung «Mise au point» von RTS erhoben wurden. Das Kapitel werde am Dienstag darüber befinden, am Mittwoch sollen die Beschlüsse kommuniziert werden.
Das Westschweizer Fernsehen RTS hat einen Missbrauchsskandal in der Walliser Abtei Saint-Maurice enthüllt. Neun Chorherren wurden am Sonntag in der RTS-Sendung «Mise au point» des Missbrauchs oder der Pädokriminalität beschuldigt – unter ihnen der aktuelle Prior Roland Jaquenoud. Dieser vertritt Abt Jean Scarcella, der wegen Missbrauchsvorwürfen sein Amt vorläufig sistiert hat.
‹›