Trotz ausführlicher Beweisaufnahme sah sich ein Münchner Gericht ausserstande, den Vergewaltigungsvorwurf gegen einen Priester zu klären. So kam der Angeklagte frei. Damit ist die Staatsanwaltschaft nicht einverstanden.
Eine Forschungsgruppe der Universität Zürich wollte Personalakten von Geistlichen, die früher in Chur tätig waren. Rechtliche Abklärungen haben nun ergeben, dass das Erzbistum Vaduz solche Personalakten nicht herausgeben darf.
«Irgendwas muss vorgefallen sein», dessen war sich auch das Gericht sicher. Am Ende sah es sich aber nicht im Stande, ein Urteil zu fällen. So galt der Grundsatz «Im Zweifel für den Angeklagten».
Im Christentum hat das Verzeihen einen hohen Stellenwert. Doch das Vergeben kann nicht verordnet werden – schon gar nicht, wenn es um sexuellen Missbrauch geht. Vielmehr geschieht dies in einem Prozess, wie die Präventionsbeauftragte Mari Carmen Avila und der Ethiker Thierry Collaud betonen.
Seit Jahren erschüttert Rom der Sex-Skandal um den Ex-Jesuiten Rupnik. Seit etwa einem Monat untersucht ein vom Vatikan einberufenes Sondergericht den Fall. Nun äussern sich der Papst und sein Glaubenshüter zum Fortgang.
Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Auch die Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz (EKS) wird sexuellen und spirituellen Missbrauch im kirchlichen Umfeld wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Ihr Parlament hat dafür eine Viertelmillion Franken bewilligt.
Erstmals in der Schweiz begleitet ein Dok-Film eine Missbrauchsbetroffene auf ihrem persönlichen Weg der Aufarbeitung – vom Trauma-Flash, über Gespräche bei Opferhilfestelle und Bischof Morerod bis zum kreativen Verarbeiten. Gedreht hat ihn der ehemalige cath.ch-Redaktionsleiter Pierre Pistoletti.
Eine unabhängige Kommission hat eine Missbrauchsstudie für Bayerns zweitgrösstes katholisches Bistum vorgelegt. Ergebnis: Auch im Bistum Augsburg lag lange Zeit vieles im Argen – doch heute gibt es nichts zu beanstanden.
Stricken als Protest: Mit zusammengenähten bunten Schals soll ein Zeichen gegen sexuellen Missbrauch gesetzt werden. Auch der Kölner Dom wird damit umwickelt.
Ein Bericht der Universität Trier wirft Bischöfen und Behörden Versäumnisse im Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche vor. Besonders unter Bischof Marx. Inzwischen sei vieles besser geworden.
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