Das Tessiner Kantonsparlament entscheidet im November über eine Anzeigepflicht von Straftaten im kirchlichen Umfeld. Auslöser der Debatte zu einer Gesetzesänderung war das Urteil im Prozess gegen einen Tessiner Priester im vergangenen August.
Wohl kaum eine andere gesellschaftliche Gruppe habe die Aufarbeitung von Missbrauch so intensiv bearbeitet wie die Kirchen, meint die Beauftragte Kerstin Claus. Sie könnten Kräfte bündeln und vor Ort Bündnisse schmieden.
Der Publizist Heribert Prantl fordert eine radikale Erneuerung der katholischen Kirche. Sie müsse durch ein Fegefeuer gehen. In einem Vortrag nannte Prantl Punkte, die es zu läutern gelte.
Seit 2018 engagiert sich ein internationales Netzwerk für die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Nun kam es zwischen dessen Vertretern und Papst Leo XIV. erstmals zu einem Treffen.
Der Sex-Skandal um den Priester-Künstler Marko Rupnik belastet seit Jahren den Vatikan. Ordensfrauen werfen ihm geistlichen und sexuellen Missbrauch vor. Nun soll ein Sondergericht aus Männern und Frauen urteilen.
Das Bistum Chur dementiert einen Zeitungsbericht, wonach «Ortsvertreter» für die Einhaltung vorsorglicher Massnahmen gegen einen Priester sorgen sollen, dem sexuelle Nötigung vorgeworfen wird. Zuständig sei der Generalvikar für die Bistumsregion Graubünden.
Ein Abgeordneter fordert den Rücktritt von Bischof Ivo Muser – obwohl der Südtiroler Landtag gar nicht zuständig ist. Der kuriose Antrag löst eine hitzige Debatte aus. Hintergrund ist ein problematischer Bischofsentscheid betreffend eines belasteten Priesters.
Kirchliches Erdbeben im Elsass: Ein Gericht bestätigt ein Verfahren gegen den emeritierten Weihbischof Reithinger. Es gibt Rufe nach Aufklärung im Missbrauchskomplex und erste personelle Konsequenzen.
Die Zürcher Kantonalkirche lanciert mit Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich eine kostenlose Sprechstunde psychische und sexuelle Gesundheit. Mit dem Angebot hoffen die Beteiligten auch einen Beitrag gegen Missbrauch in der Kirche zu leisten.
Die Kirche leidet unter akutem Personalmangel. Da drückt man naturgemäss eher einmal ein Auge zu und stellt jemanden ein, der nicht restlos überzeugt. Urs Brosi, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ), spricht im Podcast «Laut + Leis» über dieses Problem.
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