Sie zählt zu den finanzstärksten Diözesen der Welt. Doch zahlreiche Missbrauchsklagen haben die Erzdiözese New York in finanzielle Bedrängnis gebracht. Auch in New Orleans steht eine millionenteure Entschädigung bevor.
Fast 400 Seiten umfasst die Missbrauchsstudie für das Bistum Passau, an der ein Historikerteam der Universität drei Jahre lang arbeitete. Konkrete Empfehlungen gibt sie nicht, aber für Diskussionsstoff ist gesorgt.
Vor drei Wochen lehnte das Erzbistum Vaduz einen Antrag auf Einsicht in Priesterakten ab. Nun will es die Angelegenheit nochmals prüfen. Das Zürcher Forschungsteam verlangt für die Missbrauchsstudie Zugang zu Personalakten von Priestern, die 1997 bei der Teilung vom Bistum Chur zum Erzbistum Vaduz wechselten.
Mari Carmen Avila ist stark in die Überwachung der Schutzmassnahmen involviert, die das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg über Priester verhängt, denen Missbrauch vorgeworfen wird. Die Expertin macht sich auch Gedanken darüber, wie die Kirche solchen Priestern beistehen kann – Stichwort Fürsorgepflicht.
Eigentlich wollte der vatikanische Glaubenshüter Fernández über Monogamie sprechen. Dann brachte er die Einsamkeit von ehelos lebenden Priestern mit Missbrauch in einen Zusammenhang. Eine umstrittene Verbindung...
Rund zehn Priester im Bistum Lausanne, Genf und Freiburg sind aktuell Schutzmassnahmen unterworfen, gegen vier davon läuft ein Verfahren wegen Missbrauchsverdacht. Regionale Taskforces überwachen diese «komplexen Situationen», sagt die Präventionsbeauftragte Mari Carmen Avila. Der geplante Priesterausweis mit QR-Code wird künftig die Kontrolle vereinfachen.
An der Gebetswache in der Basilika Sacro Cuore in Lugano hat der Westschweizer Diakon Daniel Pittet über seinen Lebensweg als Opfer von Missbrauch in der katholischen Kirche berichtet. Der Schmerz begleite ihn bis heute.
Im Unterwallis wurde der Verhaltenskodex bereits Anfang Jahr eingeführt. Nun liegt der Verhaltenskodex, der Missbrauch in der katholischen Kirche in Zukunft verhindern soll, auch in deutscher Sprache vor und wird im Oberwallis eingeführt. Paul Martone, Domherr und Mediensprecher des deutschsprachigen Teils des Bistums Sitten, spricht von «einer Art modernem Beichtspiegel», wie er im Interview mit kath.ch näher ausführt.
Künftig müssen die katholische und die reformierte Kirche im Kanton Tessin jede Straftat oder jeden Verdacht auf Missbrauch innert 30 Tagen der Justiz melden. Das Tessin ist der erste Kanton mit einer solchen Meldepflicht.
Die italienischen Bischöfe haben vor vier Jahren einen Gebetstag für Opfer und Überlebende von Missbrauch eingeführt. Nun zieht die Kirche im Tessin nach. Mit Gebeten will sie «den sehr beschwerlichen Weg» von Betroffenen begleiten.
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