«Transparenz» war das Thema am Samstag im Vatikan, dem dritten Tag des Anti-Missbrauchsgipfels. Die Kirche müsse sich zudem reformieren, wurde gefordert.
Die Einrichtung kirchlicher Verwaltungsgerichte hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gefordert. Im geltenden Kirchenrecht haben lediglich Priester und Bischöfe die Möglichkeit, gegen kirchliche Verwaltungsakte Widerspruch einzulegen.
Betroffenheit und Scham dominierten zu Beginn des weltweiten Anti-Misbrauchsgipfels in Rom. Doch es gibt auch praktische Reformvorschläge.
Bei einer Mahnwache vor der Engelsburg in Rom haben Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht, unter ihnen auch der Schweizer Jean-Marie Fürbringer.
Nach dem Start des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan haben deutsche Bischöfe mehr Machtkontrolle, eine Kirchengerichtsbarkeit und klare Selbstverpflichtungen zur Aufklärung von Straftaten gefordert.
Der Vatikan will in naher Zukunft über die Zahl aller Geistlichen informieren, die wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen kirchenrechtlich bestraft wurden.
In das Kirchenrecht müssen konkrete Massnahmen gegen den Missbrauch aufgenommen werden, fordert der Schweizer Jacques Nuoffer. Er nimmt als Gründer von «Sapec», der wichtigsten Vereinigung von Opfern pädophiler Priester in der Westschweiz, an Protestkundgebungen in Rom teil.
Die römische Kirche und hier insbesondere deren verantwortlichen Leitungspersonen kann sich nicht mehr hinter «Nichtwissenwollen» verstecken. Ein Südamerikanischer Bischof spricht am Anti-Missbrauchsgipfel Klartext und Papst Franziskus verlangt Resultate.
Zu Beginn des Anti-Missbrauchsgipfels sind die Bischöfe mit den Erfahrungen und Forderungen von Opfern konfrontiert worden. Eine Frau aus Afrika wurde durch ihren Vergewaltiger zur Abtreibung gezwungen; zwei Männer schilderten, wie der Missbrauch ihr Leben zerstörte.
Beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan soll am Ende jeder Bischof die nötigen Verfahren kennen. Dies sei eines der Ziele, so Papst Franziskus. Ein Überblick zu den kirchenrechtlichen Grundlagen.
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