Von der am Donnerstag beginnenden Konferenz katholischer Bischöfe in Rom zu Missbrauchsthemen soll viel erwartet werden. Sogar mehr als ein Wunder, schreit Charles Martig im Kommentar.
In Österreich hat die «Klasnic-Kommission» in 1974 Fällen Missbrauchsopfern Finanz- und/oder Therapiehilfen in Höhe von insgesamt 27,3 Millionen Euro zuerkannt. Die meisten Vorfälle sind verjährt, bei 32 Prozent handelte es sich um sexuellen Missbrauch.
Die Erwartungen an das Treffen der Bischöfe zum Thema Missbrauch dürften so vielfältig sein, wie die Kirche weltweit. Der Experte im Vatikan sieht darin erst einen Anfang, das aber von grosser Bedeutung ist.
Die Erwartungen sind hoch. Am Donnerstag beginnt im Vatikan das Bischofstreffen zu Fragen des Missbrauchs. Der Papst bittet um Unterstützung im Gebet.
In der katholischen Kirche weltweit werde die Dimension des Missbrauchs zu unterschiedlich wahrgenommen. Der frühere Kurienkardinal Walter Kasper erhofft sich hier vom kommenden Treffen im Vatikan eine Sensibilisierung und fordert unabhängige kirchliche Gerichte.
Vergangenes Jahr musste er seine Kardinalswürde ablegen. Nun wurde der der US-amerikanische Geistliche Theodore McCarrick in den Laienstand versetzt. Es handelt sich um die stärkste Strafe gegen einen Kleriker.
Partnerschaft und Ehe bedeuten für viele Frauen auch Unterdrückung und Gewalt. Am Valentinstag erinnert die Aktion «Donnerstags in Schwarz» des Ökumenischen Rats der Kirchen daran, dass die Kirchen hier in der Pflicht stehen.
Gut eine Woche vor dem Beginn des sogenannten Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan hat «Christ & Welt» ein internes Papier mit provokativen Ideen aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht.
Die Seelsorgenden des Bistums Lausanne Genf Freiburg sollen sich ihrer Verantwortung in Sachen Missbrauch bewusst werden und eine «Persönliche Erklärung» zur neuen «Charta gegen sexuelle Missbrauch» unterschreiben.
Die Priorin des Klosters Fahr und drei weitere Theologinnen wollen, dass Frauen auch in allen Ämtern in der Kirche präsent sind. Aber dafür protestieren sie nicht, sondern laden neu jeden Donnerstag zum Gebet.
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