In das Kirchenrecht müssen konkrete Massnahmen gegen den Missbrauch aufgenommen werden, fordert der Schweizer Jacques Nuoffer. Er nimmt als Gründer von «Sapec», der wichtigsten Vereinigung von Opfern pädophiler Priester in der Westschweiz, an Protestkundgebungen in Rom teil.
Die römische Kirche und hier insbesondere deren verantwortlichen Leitungspersonen kann sich nicht mehr hinter «Nichtwissenwollen» verstecken. Ein Südamerikanischer Bischof spricht am Anti-Missbrauchsgipfel Klartext und Papst Franziskus verlangt Resultate.
Zu Beginn des Anti-Missbrauchsgipfels sind die Bischöfe mit den Erfahrungen und Forderungen von Opfern konfrontiert worden. Eine Frau aus Afrika wurde durch ihren Vergewaltiger zur Abtreibung gezwungen; zwei Männer schilderten, wie der Missbrauch ihr Leben zerstörte.
Beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan soll am Ende jeder Bischof die nötigen Verfahren kennen. Dies sei eines der Ziele, so Papst Franziskus. Ein Überblick zu den kirchenrechtlichen Grundlagen.
In seiner Eröffnungsrede zum Bischofstreffen über Missbrauchsfragen ermahnte der Papst die Teilnehmenden die seelsorgerliche Verantwortung wahrzunehmen. Die Welt schaue auf die Beteiligten und erwarte konkrete Massnahmen.
Ein Treffen der Organisatoren des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan mit Vertreter von Opferverbänden am Mittwoch in Rom ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Besonders enttäuscht zeigten sich etliche der Betroffenen, dass der Papst nicht gekommen war.
Die Organisatoren des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan treffen sich am Mittwochmittag auch mit Vertretern von Opferverbänden. Diese hatten eine solche Begegnung im Vorfeld der Vatikan-Konferenz gefordert.
Vor Beginn des weltweiten Anti-Missbrauchsgipfels trifft Papst Franziskus den Sprecher des italienischen Netzwerks «Rete L'Abuso», Francesco Zanardi, im Vatikan. Dieser will dem Papst im Namen aller Missbrauchsopfer Forderungen vortragen.
Wenige Tage vor Beginn der Konferenz über Kinderschutz und Missbrauch in Rom melden sich auch die Oberen katholischer Frauen- und Männerorden zu Wort. In einer Erklärung bekennen sie eigenes Versagen und fordern prävententive Massnahmen.
Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche kommen an jedem Tag der Konferenz im Vatikan zu Wort. Sie fühlen sich aber zu wenig vertreten. Beschlüsse sind von der Anti-Missbrauchskonferenz auch nicht zu erwarten.
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