Bald acht Jahre ist es her, dass die katholische Kirche in Deutschland eine erste Erhebung zu Opfern von sexuellem Missbrauch vorgelegt hat. Seitdem hat sich viel bewegt – offenbar vor allem die Betroffenenzahlen.
Die Schweizer Bischöfe sind daran, ein nationales Register für Assessment-Resultate von Seelsorgenden zu prüfen. Der Dachverband der Landeskirchen kritisiert derweil, bisher keinen Einblick in die Assessments zu haben, obwohl seine Gremien meist die Arbeitgeber sind.
Ein lange verdrängtes Thema: Der Jesuit Hans Zollner sieht erste Erfolge im Kampf gegen Missbrauch von Ordensfrauen. Das Hilfswerk missio warnt: «Es braucht Konsequenz und Zeit.»
Weil sich ein Mann als geweihter Priester ausgab und entsprechend kleidete, musste er sich – über mehrere Instanzen – vor Gericht verantworten. Nun liegt das endgültige Urteil vor.
Die umstrittene Gemeinschaft der Schwestern von «Maria Stella Matutina» wird nicht ins Kloster Wonnenstein einziehen. Das hat der St. Galler Bischof Beat Grögli nun entschieden. Die geplante Ansiedlung im ehemaligen Kapuzinerinnenkloster Wonnenstein hatte Besorgnis ausgelöst.
Papst Leo XIV. fordert von seinen Kirchenmännern, Opfer von Missbrauch ernstzunehmen und zu begleiten. Er selbst möchte offenbar als gutes Beispiel vorangehen: Anfang der Woche empfing er einen Betroffenen im Vatikan.
Auch bei christlichen Pfadfinderlagern und -fahrten kam es in den vergangenen Jahrzehnten zu sexuellem Missbrauch. Eine neue Studie zeigt die Problematik: Machtgefälle und Abhängigkeiten.
Eine Radio-Schwerpunktsendung von SRF hat das Thema Missbrauch in Ordensgemeinschaften beleuchtet. Die Suche nach einer Missbrauchsbetroffenen aus einem Schweizer Kloster zeigt: Viele Frauen schweigen über das Erlebte. Dennoch ändert sich etwas.
Im Zuge der Veröffentlichung der Pilotstudie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche gingen fünf Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen ein. Die Verfahren wurden nun nach zeitintensiven und komplexen Untersuchungen eingestellt.
Im christlichen Tagungshaus Erbacher Hof in Deutschland sind Heilige, Bischöfe und Wappen verhüllt. Die Aktion folgt einer Aufarbeitungsstudie von 2023 – und soll eine neue Erinnerungskultur formen.
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