Es gibt nicht nur einen Grund für den deutlichen Mitgliederrückgang in der katholischen Kirche in Deutschland. Der Theologe Norbert Köster erläutert weitere Gründe und Konsequenzen dieses Trends.
Nach aktuellen Berichten über Missbrauch in Innsbruck wird diskutiert, ob es mehr externe Aufarbeitung braucht. Bischof Hermann Glettler sagt nein – und liefert eine Begründung.
Rolle rückwärts: Als erstes deutsches Bistum hat Aachen eine Liste von Geistlichen veröffentlicht, die des Missbrauchs beschuldigt werden. Nun will es künftig darauf verzichten. Warum Bischof Helmut Dieser seine Haltung geändert hat.
Ein Priester scheitert vor dem Landgericht im deutschen Koblenz mit einer Berufung gegen das Urteil wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Die Staatsanwaltschaft ebenso. Die Bewährungsstrafe hat damit Bestand. Die Handlungen fanden in Liechtenstein statt, wo der Mann einige Jahre als Pfarrer wirkte.
Am Sonntag hat das Bistum Sitten in Zusammenarbeit mit der Betroffenenorganisation Sapec einen Marsch für Missbrauchsopfer in Fully durchgeführt. Auch der anschliessende Gottesdienst stiess auf grosses Interesse. In der Pfarrei Fully soll es während Jahrzehnten zu Fällen von sexuellem Missbrauch gekommen sein.
Deutlich mehr Geld: Das Erzbistum Köln erhöht seine freiwillige Zahlung an die Missbrauchsbetroffene Melanie F. von 70’000 auf 360’000 Euro. Dennoch kämpft sie vor Gericht weiter für ein Schmerzensgeld.
Sie zählt zu den finanzstärksten Diözesen der Welt. Doch zahlreiche Missbrauchsklagen haben die Erzdiözese New York in finanzielle Bedrängnis gebracht. Auch in New Orleans steht eine millionenteure Entschädigung bevor.
Fast 400 Seiten umfasst die Missbrauchsstudie für das Bistum Passau, an der ein Historikerteam der Universität drei Jahre lang arbeitete. Konkrete Empfehlungen gibt sie nicht, aber für Diskussionsstoff ist gesorgt.
Vor drei Wochen lehnte das Erzbistum Vaduz einen Antrag auf Einsicht in Priesterakten ab. Nun will es die Angelegenheit nochmals prüfen. Das Zürcher Forschungsteam verlangt für die Missbrauchsstudie Zugang zu Personalakten von Priestern, die 1997 bei der Teilung vom Bistum Chur zum Erzbistum Vaduz wechselten.
Mari Carmen Avila ist stark in die Überwachung der Schutzmassnahmen involviert, die das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg über Priester verhängt, denen Missbrauch vorgeworfen wird. Die Expertin macht sich auch Gedanken darüber, wie die Kirche solchen Priestern beistehen kann – Stichwort Fürsorgepflicht.
‹›